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1995/1996

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1995/1996 | Kassel Huskies
1994/1995 | 1996/1997
Erfolge
Erfolge PO-Viertelfinale
Mannschaftsrekorde
Heim-Bilanz
Auswärts-Bilanz
Gesamt-Bilanz 24-12-2-20
Erzielte Tore 169
Gegentore 174
Höchster Sieg 9:0 vs. Füchse Sachsen
Höchste Niederlage 2:10 vs. Preußen
Mannschafts-Informationen
Manager
Trainer Yates / Zach
Co-Trainer
Kapitän Dave Morrison
A-Kapitäne Mokros / Millar / Mucha
Spielstätte Eissporthalle Kassel
Zuschauerschnitt Ø 4690
Spieler-Rekorde
Tore Mike Millar (34)
Assists Greg Evtushevski (33)
Punkte Mike Millar (62)
Strafminuten Mike Millar (104)
Plus-Minus Peter Kwasigroch (+18)
Gegentorschnitt Pavel Cagas (2.6)
Shutouts Josef Kontny (4)

Spielerindex

Vor der Saison

VEREINS-NEUGLIEDERUNG - Schlittenhunde gehen von der Leine

VON GERALD SCHAUMBURG

Sechs Jahre nach der Wiedergeburt des damals bankrotten Kasseler Eishockeys bricht bei den Huskies eine neue Zeitrechnung an. Nicht nur, daß mit der einstigen „Hebamme" Martin Lepper der Präsident nach überaus erfolgreichen Jahren von Bord geht. Vielmehr sind die Schlittenhunde nunmehr endgültig ihrem Stammverein von der Leine gegangen. „Die Auflagen der Deutschen Eishockey-Liga ließen uns keine andere Wahl", erläuterte Lepper bei der perfekt vorbereiteten Jahreshauptversammlung den 48 von 242 stimmberechtigten Mitgliedern, „wir mußten den Profibereich in eine Kapitalgesellschaft umwandeln und vom Verein abspalten." Und weil sogleich der Eindruck möglicher Kungelei vermieden werden sollte, quittierte mit Lepper auch die zuvor einstimmig entlastete, komplette Führungsriege des EC Kassel ihren Dienst im Klub, der zukünftig allein die Förderung und Organisation des Amateursports (Jugend, Damen, zweite Herrenmannschaft/,, 1 b") zum Ziel hat. Geführt wird der EC Kassel zukünftig vom Vorsitzenden Fred Wüchner, der en bloc mit Stellvertreter Udo Hörn, Schatzmeisterin Karin Winter und Jugendwart Bernd Sauer einstimmig gewählt wurde. Der 63jährige Pesnionär Wüchner ist bereits seit 17 Jahren dem Kasseler Eishockey in vielen Funktionen verbunden, der Jurist Hörn war bereits Rechtsbeistand des Klubs, Winter kennt als bisherige Buchhalterin den Verein auf dem effeff und auch Sauer ist längst kein Newcomer im Club. „Mit dieser Führungsriege ist Kontinuität gewährleistet, außerdem stehen wir natürlich auch zukünftig mit Rat und Tat zur Seite", erklärte Lepper. Der bisherige Klubchef ist einer von derzeit fünf, später sieben Hauptgesellschaftern der Huskies-Sportmanagement- GmbH. Einen etwa zehnprozentigen Anteil wird der Verein EC Kassel halten, um Einfluß auf die Gesellschaft nehmen zu können. Im Gegenzug wird der Amateurklub zukünftig vom Profibereich maßgeblich finanziert, in der kommenden Saison mit rund 250 000 Mark. Derzeit beträgt das Kapital der Gesellschaft knapp 200 000 Mark, weitere fünf stille Teilhaber haben mündliche Zusagen abgegeben. Als sogenannter Präsident der GmbH fungiert der bisherige Huskies-Vize Gerhard Swoboda, zum Geschäftsführer wurde mit Michael Riedel der bis dato amtierende Club-Schatzmeister bestellt. Riedel hatte in seiner letzten Vereinsbilanz für das Kalenderjahr 1994 (wir berichteten) eindrucksvolle Zahlen und makellose Prüfergebnisse (Fiananzbehörden, Berufsgenossenschaften, LVA und Arbeitsamt) präsentiert. Die wichtigste Information: Dem Jahresdefizit von rund 94 000 Mark, das sich inklusive Verlustvorschreibungen aus den Vorjahren auf 484 000 Mark summiert, stehen inzwischen immaterielle Vermögenswerte von rund 750 000 Mark gegenüber. „Wir haben also nicht ,Miese' gemacht, sondern ein erkleckliches Vermögen geschaffen", lobte Horst Beier als Sprecher des Wirtschaftsrats („der sich nie dazu überreden lassen hat, über den gesetzten Rahmen hinauszugehen") den „Finanzminister" mitsamt der Führungscrew. Klar, daß die Mitglieder nachfolgend auch den Haushaltsvoranschlag für 1995 einstimmig billigten, der einen Gewinn von 165 000 Mark avisiert.

Quelle: HNA vom 12.08.1995


Mit Rekordetat ins zweite DEL-Jahr

VON GERALD SCHAUMBURG

Die Kasseler Huskies erstürmen immer neue Regionen. Im Rahmen der offiziellen Mannschaftsvorstellung legten die „Macher" umfangreiches Zahlenmaterial vor. Und: Mit dem Rekordetat von 7,4 Millionen Mark gehen die Schlittenhunde in ihre zweite Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nachdem das Kalenderjahr 1994 (Etat 6,1 Millionen Mark) noch mit einem Verlust von 94 000 Mark abgeschlossen wurde, soll nun ein Überschuß von gut 150 000 Mark angestrebt werden. „Den Verlust vom Dezember haben wir in den vergangenen Playoffs wettgemacht", erläuterte Vizepräsident Gerhard Swoboda, „das neuerliche Umsatzplus soll durch einen deutlichen Anstieg der Einnahmen aus Werbung, Fanartikel-Verkauf und Zuschauer- Gelder gedeckt werden." Beim Blick auf die Bilanz '94, die komplett bei der Jahreshauptversammlung am 10. August vorgelegt wird, fällt auf, daß die Huskies zwar weniger Geld verdienten aus dem Verkauf von Eintrittskarten (198 000), aber ihre Einanhmen im Werbesektor auf 2,688 Millionen fast verdoppelten! Deutliches Plus gab es auch beim Stadionheft, bei den TV-Geldern und im Verkauf von Fanartikeln. Auf der Ausgabenseite fällt der starke Anstieg der Gehälter ebenso auf wie die annähernde Verdoppelung der Schiedsrichter- und Verwaltungskosten. Kurios: Die Fahrten zu den Auswärtsspielen in der obersten Klasse waren preiswerter als zuvor in der zweiten Liga.

Quelle: HNA vom 01.08.1995


Image-Gewinn als oberstes Gebot

Mit einer noch nie erlebten Einmütigkeit will die Deutsche Eishockey- Liga (DEL) am Donnerstag in ihre zweite Saison starten. Schluß mit den negativen Schlagzeilen, das deutsche Eishockey soll endlich ein positives Image bekommen, lautet der meistgeäußerte Wunsch von den 18 um die Meisterschaft spielenden Klubs. Nach den Querelen im DEL-Geburtsjahr mit dem Konkurs von Titelverteidiger Maddogs München und den personellen Grabenkämpfen im Präsidium des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) sowie dem wochenlangen Sommertheater zwischen der DEL und der gescheiterten Nationalen Eishockey-Liga (NEL) muß die Reputation der professionellen Puckjäger dringend aufpoliert werden, ansonsten nämlich dürfte sich küntig ihr Produkt kaum mehr gewinnbringend verkaufen lassen. Im Vergleich zu anderen Sportarten sei das Ansehen sehr angekratzt, betonte folglich auch DEB-Präsident Rainer Gossmann besorgt. Das Image könne aber nur aufgebessert werden, wenn alle Beteiligten bestrebt sind, ehrlich und gewissenhaft zu arbeiten. Nur wenn die zum Teil in Millionenhöhe verschuldeten Unternehmen erkannt hätten, daß sie sich durch ihre Vereinsmeierei und ihr unsolides Wirtschaften selbst in das schlechte Licht gebracht haben und dem auch nur durch vernunftbestimmtes Handeln selbst wieder entrücken können, werde sich alles zum Guten entwikkeln. Sportlich wird es sicherlich eine Niveau-Anhebung geben. Durch die umstrittene Einführung eines dritten Ausländers pro Teams werden sich so viele Stars wie nie auf den Eisflächen tummeln. Bis auf die Düsseldorfer EG haben die Vereine ihre Kontingentplätze ausgeschöpft. Bundestrainer George Kingston und der in der vergangenen Saison bei der Düsseldorfer EG entlassene Trainer Hans Zach sind mit dem deutschen Eis- 'hockey kurz vor Serienstart hart ins Gericht gegangen. Die DEL sei keine perfekte Liga für die Nationalmannschaft und die Entwicklung des deutschen Eishockeys sowie deren Spieler, kritisierte der Auswahlcoach. Ein Dorn im Auge ist Kingston die Ausländerregel. „Dies ist keine gute Regel. Für einzelne Vereine mag dies der schnellste Weg zum Erfolg sein, für die Nationalmannschaft ist dieser Schritt der schnellste Weg ins Desaster", prophezeite er. Zach forderte, daß „aalglatte Anpassungstypen aus Funktionärspositionen verschwinden müssen. Persönlichkeiten müssen ein Konzept für das deutsche Eishockey entwickeln und auch durchziehen. Der Stellenwert des Nachwuchses muß großgeschrieben werden". Die Visitenkarten derjenigen, die hinter der Bande stehen, versprechen zumindest eine weitere Leistungsaufwertung. Sieben Vereine verpflichteten neue Trainer. Mit dem Schweden Curt Lundmark, der die „Tre Kronor" als Headcoach zu Olympiasieg und Vize-Weltmeisterschaft geführt hat, landeten die Preussen Devils den größten Coup. Eindeutig in der Überzahl sind derzeit die kanadischen Eishockeylehrer, die sich bei neun Klubs verdingt haben. Die übrigen Puck-Experten kommen aus Tschechien (3), Schweden und Deutschland (je 2) sowie Finnland und Rußland (je 1). Mit Lundmark steht bei den Preussen der international erfolgreichste Coach unter Vertrag. Mit Übersee-Star Robert Reichel von den Calgary Flames glückte den Frankfurter Lions der spektakulärste Spielertransfer. Doch als Meisterschafts- Favorit gelten die Kölner Haie. Der Champion aus der Domstadt, der sich erstmals im olympischen Zentrum von Calgary vorbereitete, ist durchgehend hervorragend besetzt und glaubt, im Kanadier Robert Murdoch den besten Trainer der Liga zu haben. Zudem strotzen die Cracks vor Selbstbewußtsein. „Meister kann nur Köln werden", behauptet auch Haie-Chef Bernd Schäfer. Bevor mit der Final-Revanche zwischen dem EV Landshut und den Kölner Haien sowie dem Match EC Hannover kontra Schwenninger Wild Wings die siebenmonatige Spielserie eröffnet wird, prophezeien böse Zungen bereits, daß bis Weihnachten das 18er Feld nicht mehr komplett sei. „Das wäre schlimm, neue Pleiten und Pannen können wir uns nicht leisten. Doch auszuschließen sind sie nicht", äußerte auch Gossmann verunsichert, (dpa/em)

Quelle: HNA vom 06.09.1995

Personelle Veränderungen

Mannschaftsfoto

Mannschaftsfoto95.jpg

EC Kassel Huskies Saison 1995/1996 (1. Version)

Hinten: Greg Evtushevski, Dave Morrison, Jedrzei Kasperczyk, Jaroslav Mucha, Ireneusz Pacula, Georg Güttler, Witalij Grossmann, Alexander Wedl, Masseur Fredy Hemelik

Mitte: Manager Uli Egen, Geschäftsführer Herbert Appel, Greg Johnston, Venci Sebek, Branjo Heisig, Falk Ozellis, Alexander Engel, Tino Boos, Igor Varitsky, Physiotherapeut Kai Thöne, Mannschaftsarzt Dr. Hubert Kress

Vorne: Gerhard Hegen, Peter Kwasigroch, Mike Millar, Trainer Ross Yates, Murray McIntosh, Milan Mokros, Josef Kontny und 1. Vors. Fred Wüchner †

Foto: Thienemann


Mannschaftsfoto95.1.jpg

EC Kassel Huskies Saison 1995/1996 (2. Version)

Hinten: Greg Evtushevski, Dave Morrison, Jedrzei Kasperczyk, Jaroslav Mucha, Ireneusz Pacula, Georg Güttler, Witalij Grossmann, Alexander Wedl, Josef Kontny

Mitte: Geschäftsführer Herbert Appel, Manager Uli Egen, Greg Johnston, Venci Sebek, Branjo Heisig, Falk Ozellis, Gerhard Hegen, Tino Boos, Alexander Engel, Witalij Grossmann, Massuer Fredy Hemelik, 1. Vors. Fred Wüchner †, Mannschaftsarzt Dr. Hubert Kress

Vorne: Physiotherapeut Kai Thöne, Peter Kwasigroch, Mike Millar, Trainer Ross Yates, Murray McIntosh, Milan Mokros und Igor Varitsky

Foto: Thienemann

Alle Spiele

1995-96 Spielübersicht






Saisonverlauf

In der Sommerpause stritten sich die Verantwortlichen der verschiedenen Vereine über den Spielmodus, Zulassungskriterien, Vermarktung und weitere wichtige Aspekte im deutschen Eishockey. Daraufhin drohte die Abspaltung einiger Vereine, die sich unter dem Namen der „NEL“ sammelten. Doch rechtzeitig lenkten die Verantwortlichen ein und verblieben unter dem Mantel der DEL. Der SC Riessersee wurde für die in der Saison 94/95 ausgestiegenen Maddogs München in die DEL aufgenommen. Beworben hatten sich neben dem SC Riessersee auch der EC Bad Nauheim, dem jedoch aus wirtschaftlichen Gründen die Aufnahme verweigert worden war. Ende Juli waren alle Huskies zum Sommertraining in Kassel eingetroffen, die ersten Trainingseinheiten wurden in der Aue unter der Leitung von Andreas Schotter absolviert.

Dabei konnten die Fans zum ersten Mal die Neuverpflichtungen unter die Lupe nehmen. Erstmals im Gespann waren Venci Sebek der von den Star Bulls Rosenheim an die Fulda wechselte, sowie Alexander Wedl von den Frankfurt Lions. Beide sollten im Abwehrbereich für noch mehr Ruhe sorgen. Den Sturm verstärken sollten Igor Varitsky aus Tscheljabinsk, Branjo Heisig von den Füchsen aus Weißwasser und Greg Evtushevski vom Krefelder EV. Die Verpflichtung von Igor Varitsky, der unter die Ausländerregelung fiel, wurde möglich, da es ab dieser Saison jedem Verein erlaubt war, drei Ausländer des sogenannten „harten Kontingents“ zu verpflichten. Doch die Fans sollten noch einige Zeit darauf warten müssen, bis sie ihre Lieblinge das erste Mal auf dem Eis bewundern durften, denn in Kassel war ja seit dem Ende der letzten Saison an der Eissporthalle Hochbetrieb in Sachen „Stadionumbau“. Die Hallenkapazität wurde enorm erweitert, der Kabinentrakt verbessert, ein neuer VIP- und Fanraum eingerichtet, so dass die Huskies ihr komplettes Eistraining in der Fremde durchführen mussten. Dies war für die Spieler natürlich eine riesige körperliche, aber auch mentale Belastung.

Quelle: Jahrbuch 95/96

Wir wollen Ihnen einen kurzen, stenographisch zeitlichen Ablauf des Trainingslagers vom 4.August bis hin zum ersten Saisonspiel am 8.September in Berlin natürlich nicht vorenthalten:
* 04.08. – 06.08. Trainingslager in Neuwied
* 08.08. – 18.08. Trainingslager in Nymburg
* 19.08. – 25.08. Trainingslager in Ölmütz
* 28.08. Trainingslager in Herne
* 29.08. Testspiel in Herne
* 30.08. Trainingslager in Bad Nauheim
* 01.09. Testspiel in Bad Nauheim
* 03.09. Testspiel in Ratingen
* 05.09. – 06.09. Trainingslager in Bad Nauheim
* 08.09. 1.Saisonspiel bei den Eisbären Berlin

Am 8. September startete dann die zweite DEL-Saison und unsere Huskies mussten in Hohenschönhausen bei den Eisbären aus Berlin antreten. Mike Millar war es vorbehalten, den ersten Saisontreffer für die Huskies zu erzielen. Verblüffend ist, dass es auch Mike vorbehalten war, den letzten Treffer der Saison für die Huskies zu erzielen. Es geschah im fünften Play-Off-Spiel des Viertelfinales und das wiederum in Berlin, doch diesmal an der Jaffeestraße. Das Spiel bei den Eisbären endete 2:2 und alle waren froh, nach den Strapazen des „Dauertraingslagers“ in Berlin einen Punkt geholt und den Saisonauftakt nicht vermasselt zu haben.

Für Sonntag, 10.September war das erste Heimspiel in der ausgebauten Eissporthalle angesetzt, doch musste dieses Spiel verschoben werden, da die letzten Arbeiten an der Halle noch nicht abgeschlossen waren. Das Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers wurde auf Dienstag, 19. September verschoben. Somit konnten sich die Cracks von Coach Ross Yates entspannt zurücklehnen und das Topspiel der Woche auf Premiere verfolgen.

Am darauffolgenden Freitag war es endlich soweit. Die Heimpremiere in der mit 5063 Zuschauern gefüllten Eissporthalle. Einige Tage zuvor erfolgte auf Einladung der Kasseler Sportstätten KG eine offizielle Einweihungsfeier des Erweiterungsbaues, bei der sogar der Kasseler Oberbürgermeister Georg Lewandowski anwesend war, der sich in dieser Saison noch zu einem richtigen Eishockeyfan entwickeln sollte.

Doch auf die Tore ihrer Huskies warteten die Fans vergeblich. Chancen hatten die Krefelder Pinguine und unsere Huskies zuhauf, doch bei den Torhütern Karel Lang und unserem Sepp war immer „Schluss mit Lustig“. So schaffte Sepp seinen ersten Shut-Out. Am darauffolgenden Sonntag ging es nach Ratingen zu den dortigen Löwen und die Huskies zeigten schon einmal, dass sie mit Löwen sehr gut umgehen können und siegten in Ratingen mit 0:3. Als zweifacher Torschütze durfte Mike Millar sich feiern lassen und auch Sepp Kontny hatte allen Grund zu Jubeln: Shut-Out Nr.2.

Nun aber kam eine Serie, die den Huskies aber so gar nicht gefallen wollte und auch die Fans verstummen ließ. Am Dienstag, 19. September wurde das Spiel gegen die Nürnberg Ice Tigers in Kassel nachgeholt. Und im zweiten Heimspiel dieser Saison ging es auch zum zweiten Male in die Overtime. Die Anzeigetafel zeigte nach 60 Spielminuten ein 4:4 an, und auch nach der 5minütigen Overtime prangte dieses Ergebnis an der Hallenwand. Doch es sollte in den nächsten Tagen noch viel schlimmer kommen. So mussten die Huskies in der darauffolgenden Woche in Frankfurt und zuhause gegen die Adler Mannheim antreten. In Frankfurt bekamen die Jungs von Ross Yates eine Verführung in Sachen Spieldisziplin und Einsatzwillen. 5:0 hieß es am Ende für die Frankfurt Lions, die vor diesem Spiel unter einem enormen Erfolgsdruck gestanden hatten, entsprach der momentane Tabellenstand doch nicht den Erwartungen der Fans und Offiziellen in der Mainmetropole. Dieser Sieg der Lions sorgte in Nordhessen für einige Kopfschmerzen und in Frankfurt schien auf einmal wieder die Sonne, obwohl sie ja nur ein Spiel gewonnen hatten – aber dies war halt gegen die Huskies. Im Spiel gegen die Adler Mannheim bewiesen unsere Huskies eine tolle Moral und holten einen 0:3-Rückstand nach dem ersten Drittel durch Tore von Mike Millar (2) und Georg Güttler nochmals auf, doch in der Overtime erzielte Mannheims Star Pavel Gross den 3:4-Siegtreffer. In allen bisherigen drei Heimspielen (Krefeld, Nürnberg und Mannheim) Mussten die Huskies in die Overtime und keine konnte gewonnen werden. Da war es doch gut, dass es für jene Mannschaft, bei Torgleichheit nach 60 Minuten schon mal einen Punkt gab, und der Sieger der Overtime einen sogenannten „Zusatzpunkt“ erhielt.

Umbau der Eissporthalle im Sommer 1995 - Quelle: Jahrbuch 95/96

Bereits am Dienstag mussten unsere Huskies wieder antreten. Schon am Montag reiste man gen Süden in Richtung Rosenheim. 1500 Zuschauer verliefen sich im ehrwürdigen Marox-Stadion, dessen Name im Laufe der Saison für eine Spende in Höhe von 50.000,- DM umgetauft wurde.

Das erste und zweite Drittel wurde von beiden Teams ausgeglichen gestaltet, doch als Schiedsrichter Chvatal aus Waldkraiburg einen Treffer durch Ron Fischer gab, der angeblich erst nach der Schlusssirene des zweiten Drittels fiel, war die Spielweise der Huskies dahin. Im letzten Drittel kassierten sie noch weitere vier Treffer, davon allein drei in 96 Sekunden. Am Ende fuhren die Huskies mit bereits der zweiten 0:5-Niederlage zurück nach Kassel. Dass es am nächsten Spieltag in Kassel gegen Köln sehr schwer werden würde, den ersten Heimsieg zu feiern, war jedem klar und so verwunderte es niemanden, dass die 4892 Zuschauer eine 1:5 Niederlage sahen.

Sonntag, Dienstag und Freitag: Drei Auswärtsspiele in Folge. Zuerst ging es am Sonntag und Dienstag in den Süden nach Schwenningen und anschließend gleich nach Garmisch zum SC Riessersee. In Schwenningen gab es am 1.Oktober eine denkwürdige Niederlage, die selbst Manager Uli Egen in solch einer Form noch nicht erlebt hatte, und das, obwohl er einen Glückspuck mit an der Bande hatte. Die Huskies führten nach dem ersten Drittel durch Tore von Peter Kwasigroch und Georg Güttler bereits mit 0:2, doch dann waren die Huskies total von der Rolle. Im Gespann lief absolut nichts mehr zusammen. 33 Sekunden nach Wiederanpfiff des zweiten Drittels markierte Mark MacKay den 1:2-Anschlusstreffer für die Wild Wings. Weitere 49 Sekunden später erzielte Jackson Penney den 2:2 Ausgleich. Coach Ross Yates nahm sofort eine Auszeit um Ruhe in die Reihen der Huskies zu bringen. Noch genützt hat es reichlich wenig, denn die Stadionuhr stand auf 02:16 als Rich Chernomaz die 3:2 Führung für die Wild Wings erzielte. Bei 04:02 schlug es erneut in das Gehäuse von Gerhard Hegen ein, diesmal war Mikes Lay der Torschütze. Doch damit nicht genug, Frantisek Frosch brachte die Schwenninger bei 04:32 mit 5:2 in Führung. Wir verstanden die Welt nicht mehr, und in Schwenningen kochte das Stadion. Fünf Gegentore in 3 Minuten und 59 Sekunden. Nach diesen „tollen“ vier Spielminuten war die Partie wieder ausgeglichen und die Huskies kämpften sich noch einmal auf 6:4 heran. Im Anschluss an das Spiel ging es direkt nach Garmisch, wo am Montag zwei Trainingseinheiten auf dem Programm standen. Auch am Dienstag wurde in der Mittagszeit noch eine Trainingseinheit absolviert. Am Abend gab es nach einer 1:3 Führung für die Huskies noch ein 5:5. Mit diesem Ergebnis konnte man im Nachhinein noch zufrieden sein, wandelten die Garmischer den 1:3 Rückstand doch noch in eine 5:4 Führung um, die Greg Evtushevski erst in der letzten Spielminute ausgleichen konnte.

Auf der Rückfahrt rammte die BodychECK-Redaktion mit nicht unerheblicher Geschwindigkeit kurz hinter der Autobahnauffahrt Garmisch ein Reh. Ergebnis: Auto Totalschaden, und Uli Egen, Jaro Mucha und Andreas Salzmann können jetzt zwei Geburtstage im Jahr feiern.

Die erste Trainerentlassung hatte es mittlerweile auch gegeben. Helmut Bauer von den Eisbären Berlin musste sein Köfferchen packen. Billy Flinn, eigentlich nur Sportkoordinator, nahm den Platz an der Bande ein. Ein paar Tage später musste auch Chris Reynolds in Augsburg seinen Hut nehmen, neuer Headcoach wurde der bisherige Co-Trainer Gary Prior.

Am Freitag ging es für unsere Huskies zur Düsseldorfer EG. Beobachtet wurde von den Kasseler Verantwortlichen in diesem Spiel besonders Bruce Eakin, den man gerne im Trikot der Huskies sehen würde. Noch zierten sich die Düsseldorfer, den Insidern war bekannt, dass die DEG ihre hohen Personalkosten senken musste, denn der Zuschauerzuspruch blieb doch bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück. Über 1000 Fans unserer Huskies machten sich wieder auf den Weg an die Brehmstraße, obwohl deren Glanz nicht mehr so strahlt. Man wollte den Düsseldorfer Fans einmal mehr zeigen, wo die besten Fans der Welt herkommen: nämlich aus Kassel.

Kwasigroch im Kampf mit den Lions - Quelle: Jahrbuch 95/96

Und diesen Beweis konnten die Fans der Huskies einmal mehr antreten, denn nachdem es mit einem 2:2 in die erste Drittelpause ging, feierten nur die Husky-Anhänger ihre Mannschaft. Von den DEG-Fans war nichts zu hören. Im zweiten Drittel konnte keine Mannschaft ein Tor erzielen, obwohl es viele Chancen auf beiden Seiten gab. Zudem musste Sepp Kontny aufgrund einer Verletzung das Tor für Gerhard Hegen räumen. Das dritte Drittel hatte es dann noch einmal so richtig in sich. Die DEG ging in der 42. Spielminute bereits zum dritten Mal in Führung, doch die Huskies konnten durch Kwasigroch in der 50. Spielminute erneut ausgleichen. Was jetzt kam, konnte schon fast jeder ahnen – Schwenningen, Garmisch etc. lassen grüßen – innerhalb von etwas mehr als vier Minuten kassierten unsere Huskies drei Treffer zum Endstand von 6:3, so dass am Ende die Jungs trotz einer guten Leistung mal wieder ohne Punkte dastanden. Auf einmal fand sich die Mannschaft nach dem elften Spieltag mit nur sieben Punkten auf Tabellenplatz 15 wieder. Diesen Tabellenstand hatten wohl auch die schlimmsten Pessimisten nicht für möglich gehalten. Etwas Luft konnte man sich verschaffen, wenn die nächsten beiden Spiele, zumal vor heimischer Kulisse gewonnen werden konnten. Die Aufgabe gegen Augsburg wurde gemeistert, die Huskies gewannen mit 4:2. Mit einem Sieg in der zweiten Heimpartie rechneten wohl nur die kühnsten unter den Fans, denn der Gast war kein geringerer als die Landshut Cannibals.

Die Chancen stiegen natürlich, als bekannt wurde, dass der Trikot-Tausch von Bruce Eakin nun geklappt hatte. Freitagmorgen war man sich mit der DEG handelseinige geworden. Bruce saß im Auto auf dem Weg nach Kassel und die Drähte zum DEB und der DEL-Geschäftsführung begannen zu glühen, denn schließlich sollte Bruce an diesem Abend schon zum Einsatz kommen. Dafür benötigt man eine Spielerlizenz, ausgestellt auf die Kassel Huskies. Unser Uli ließ mal wieder seine bayrischen Beziehungen spielen, salbte verschiedene Personen mit ein paar netten Worten und siehe da, kurz vor Spielbeginn lagen die nötigen Unterlagen per Fax in der Eishalle parat. 4462 Zuschauer kamen zum Spiel und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Falk Ozellis und Jay-Jay Kaseperczyk brachten die Huskies im ersten Drittel mit 2:0 in Führung, im Mitteldrittel zeigte dann Bruce Eakin, welch Freude er uns noch in der laufenden Saison bereiten könne. Er erzielte den 3:0 Endstand. Jetzt konnte auch Gerhard Hegen seinen Shut-Out feiern. Durch diese beiden Siege kletterten die Huskies auf Platz 13 in der Tabelle. Eigentlich hätten in den nächsten beiden Spielen auch ein Sieg für die Huskies herausspringen müssen, doch erstens kommt es anders, und zweitens… Am 15.Oktober setzte es in Hannover eine bittere 4:3 Niederlage, aber es sollte noch schlimmer kommen, denn am Dienstag kamen die Füchse Sachsen nach Kassel, und in den letzten Jahren sahen unsere Huskies nicht besonders gut gegen die Füchse aus. Und auch diesmal hieß es: Fuchs, du hast die Punkte gestohlen. Nachdem die Füchse bereits mit 1:3 nach zwei Dritteln in Führung lagen, endete das Spiel mit einer 4:5 Niederlage für die Huskies. Dieses Spiel sollte für einige Personen, ja sogar für den gesamten EC Kassel, Nachwirkungen haben, über die wir im Nachhinein eigentlich froh sein können. Bereits nach dem Spiel entbrannten die Diskussionen um Coach Ross Yates und am Mittwoch wurde schon früh morgens in den Räumen der Mercedes-Benz Niederlassung Kassel hinter verschlossenen Türen getagt. Danach wurde Ross Yates zu seinem Gespräch hereingebeten, in dem ihm mitgeteilt worden ist, dass er mit sofortiger Wirkung beurlaubt sei. Man erzielte mit Ross eine gütliche Einigung und zahlte ihm eine Abfindung, so dass er sich nach einem neuen Trainerposten umschauen konnte. Bereits vorher war diskutiert worden, wer die Nachfolge von Ross antreten könne, und das von Seiten der Huskies bei einer Neuverpflichtung nichts überstürzt werden sollte, erklärte sich Uli Egen bereit, die vorläufige Nachfolge von Ross Yates anzutreten. Jetzt hatte Uli richtig Stress, nicht nur um das Marketing und die Mannschaftsbelange musste er sich kümmern, nein, auch Trainingskonzepte ausarbeiten, Training leiten und auch coachen an der Bande gehörte nun zu seinem Aufgabengebiet. Seinen ersten Schwerpunkt im Training setzte er in der Optimierung des Überzahlspiels, denn im selbigen belegten unsere Huskies zu diesem Zeitpunkt den 18. Platz von 18 Teams, mit einer Erfolgsquote von gerade einmal etwas über 7%. Das heißt, dass gerade einmal jedes 14. Überzahlspiel einen Torerfolg brachte. Dies war eindeutig zu wenig. „Keiner soll von mir Wunderdinge erwarten“, dämpfte er von vornherein die Erwartungen, die an ihn gestellt wurden. Hilfe bei seinem neuen Job bekam er von seinem Vater aus Füssen, der ihn mit Trainingsplänen und manch anderem heißen Tipp versorgte. Seinen ersten Auftritt als Trainer hatte Uli in Kaufbeuren. Das Team von Premiere war auch vor Ort, um einen Vorbericht für die Übertragung des Spieles unserer Huskies gegen die Preußen Devils zu fertigen. Im Mittelpunkt dieses Vorberichtes stand natürlich Uli Egen. Die Huskies gingen durch Ozellis und Kasperczyk mit 2:0 in Führung, doch kurz vor Spielende konnten die Kaufbeurer Adler noch zum 3:3 ausgleichen. Das Sonntagsspiel gegen die Preußen Devils endete 2:2 unentschieden. Das dritte Spiel unter der Leitung von Egen fand am 27. Oktober wieder vor heimischer Kulisse statt. Zu Gast waren die Spieler des EC Hannover. Auffälligster Akteur war neben Kevin LaVallee und Bruce Hardy ein gewisser Anton Krinner mit der Nr.46. Toni schoss in diesem Spiel zwei Tore für den ECH, und für was diese Tore gut waren, sollte sich dann im Laufe der Saison noch zeigen. Die Huskies führten durch Tore von Greg Johnston, Alex Wedl und Shevi bereits mit 3:1 nach dem ersten Drittel. Den Jungs vom Pferdeturm gelang im zweiten Drittel der 3:2 Anschlusstreffer und sogar noch der Ausgleich. Beide Treffer fielen innerhalb von 55 Sekunden. Wohl eine „alte“ Husky-Krankheit. Mike Millar erzielte im letzten Drittel die erneute Führung, doch 5 Sekunden vor Spielende gelang den Hannoveranern durch Dave Reierson der 4:4 Ausgleich. In der Overtime tat sich nicht mehr viel.

Übernahm im November das Steuer, Hans Zach - Quelle: Jahrbuch 95/96

Auf der Geschäftsstelle stapelten sich die Bewerbungen von Leuten, die in Kassel am Job des Trainers interessiert waren. Einige von den Bewerbern kamen sogar persönlich zu verschiedenen Spielen der Huskies. Die Palette der Bewerbungen reichte von einem Landesligatrainer bis hin in die allerhöchste Trainerzunft. Derweil mehrten sich die Gerüchte, dass Hans Zach als Trainer in Kassel im Gespräch sei. Am Sonntag, 29. Oktober mussten die Huskies in Landshut ran. 5:0 führten die Cannibals nach dem zweiten Drittel, doch die Huskies bewiesen Moral und Kampfeswillen und kamen im letzten Drittel durch Tore von Ozellis (2) und Eakin noch auf 5:3 heran. Sechs Spiele ohne Sieg, aber nun gab es Zeit zur Regeneration. Die obligatorische Pause des alljährlich stattfindenden Deutschland-Cups sollte die nötige Ruhe bringen. Gerhard Swoboda sorgte an diesem 29. Oktober noch für einen Schmunzler auf Premiere, als er ein Fax an das Premierestudio sandte, wo gerade das Spiel DEG- Preußen Devils übertragen wurde, in dem er Hans Zach , sollte er Trainer in Kassel werden, endlich mal wieder ein Heimspiel vor vollen Rängen mit einer begeisternden Stimmung versprach. Hans saß zu diesem Zeitpunkt als Co-Kommentator auf der Tribüne in Düsseldorf. Dieses Fax zeigte Wirkung. Denn Hans Zach erklärte sich bereit, zwei Tage zur Probe das Training der Schlittenhunde zu leiten. Gleichzeitig verhandelten die Verantwortlichen beider Vereine über die Modalitäten eines Trainerengagements von Hans bei den Huskies.

Ross Yates am 1.11.1995 im Gespräch mit Manager Uli Egen während eines Probetrainings von Hans Zach mit den Huskies. Im Hintergrund sitzt Frank Dinger († 2010), Vater von Derek Dinger. Quelle: hajo

Mittwoche, 1.November 1995. Hans Zach absolviert sein „Probetraining“ in Kassel. Über 200 Zuschauer hatten sich in der Eissporthalle eingefunden, um den „Alpenvulkan“ bei der Arbeit zu beobachten, unter ihnen weilte auch Ex-Coach Ross Yates. 50 Minuten dauerte die Begrüßungsansprache von Hans an die Mannschaft, und die hat Eindruck hinterlassen. Selbst Wirtschaftsratsvorsitzender Klaus Bechmann lernte die Arbeitsmethoden von Hans Zach gleich kennen. Er ging während der Ansprache in die Kabine der Mannschaft und wollte sich Hans vorstellen, doch dieser komplimentierte Herrn Bechmann mit dem Hinweis aus der Kabine, dass der Trainer in diesem Bereich das Sagen hat und er doch bitte die Kabine zu verlassen habe. Manager Uli Egen wollte die Situation und stellte Klaus Bechmann Hans Zach vor. Doch Hans Zach imponierte die Position von Herrn Bechmann bei den Huskies in keinster Weise und bestand auf Fortführung seiner Ansprache ohne Herrn Bechmann. Bechmann verließ die Kabine und war nicht etwa böse über die Worte von Hans, nein, er zeigte sich sehr stark erfreut und beeindruckt: „Das gefällt mir, ein Mann mit Rückgrat, der weiß, was er will. Ein absoluter Profi.“ Ja, die Geschäftsführung beider Clubs wurde sich einig, und somit stand Hans ab sofort bei den Huskies als verantwortlicher Trainer an der Bande. Doch Hans Zach war nicht der einzige Neuzugang in diesen für die Huskies doch sehr bewegten und richtungsweisenden Tagen. Am 8. November erschien Pavel Cagas von dem tschechischen Erstligateam Ölmütz in Kassel zum Probetraining. Pavel besaß in Ölmütz einen Fünf-Jahres-Vertrag, doch aufgrund der akuten Geldnot seines Stammvereines, wollte sie ihn gerne verkaufe. Uli Egen hatte Pavel schon des Öfteren bei Spielen in der Tschechei beobachtet und ihn nun, nachdem sein Stammverein ihn bei den Huskies angeboten hatte, zum Porbetraining eingeladen und für gut befunden. Somit hatten die Huskies zu diesem Zeitpunkt vier Ausländer und zudem drei Torhüter unter Vertrag. Daher wurde Gerhard Hegen und Igor Varitsky unterbreitet, dass sie nach einem anderen Verein Ausschau halten können und ihnen die Huskies dabei keine Steine in den Weg legen werden.

Pavel Cagas kam aus Ölmütz - Quelle: Jahrbuch 95/96

4873 wollten am 10. November den ersten Auftritt von Zach an der Bande in Kassel miterleben. Zu Gast waren die Ratinger Löwen, Cagas musste in diesem Spiel noch auf der Tribüne Platz nehmen. Im ersten Drittel konnten Sepp Kontny und sein Gegenüber Ian Wood ihr Tor sauber halten. In der 26. Spielminute gingen die Ratinger durch Rob Reynolds mit 0:1 in Führung, die Jay-Jay Kasperczyk bereits 32 Sekunden später ausgleichen konnte. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit Torerfolgen auf beiden Seiten. Peter Kwasigroch war es, der die Huskies mit seinem Tor zum 5:4 auf die Siegerstraße brachte. Die Heimpremiere von Hans Zach war geglückt, und Igor Varitsky erzielte seinen letzten von insgesamt sechs Treffern für die Huskies. Toni Krinner kam, und Igor Varitsky verließ die Huskies in Richtung Hannover. Gegen Rosenheim durfte er zum letzten Mal für die Huskies das Trikot tragen. Mit dabei in diesem Spiel war als zweiter Torwart Andreas Böth, der bisher bei den 89ers (EC Kassel 1b) in der Regionalliga den Kasten sauber hielt. Andi musste, wie bereits in der vorhergehenden Saison, als zweiter Torwart einspringen, da Pavel Cagas sich im Adduktorenbereich verletzt hatte. Insgesamt musste er in drei aufeinanderfolgenden Spielen auf der Bank Platz nehmen. So erlebte er auch die höchste Saisonniederlage mit. Tatort: Berlin-Charlottenburg. Tatzeit: 1.Dezember 19:30Uhr. Bereits in der zweiten Spielminute erzielten die Preußen Devils durch Christian Brittig die 1:0 Führung, die Mike Millar sogar noch ausgleichen konnte. Doch danach brachen alle Vorsätze der Huskies zusammen, so dass am Ende eine 10:2 Niederlage heraussprang. Zudem erhielt Greg Johnston noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Stock-Checks von Schiedsrichter Schimm aus Wilhelmshaven. Greg musste in der darauffolgenden Partie auf der Tribüne Platz nehmen, so wie Murray McIntosh, der aufgrund einer Verletzung einige Spiele pausieren durfte. Bereits am 3. Dezember stand das nächste Heimspiel an, zu Gast waren diesmal die Adler aus Kaufbeuren, die mit einer 5:3 Niederlage die Heimreise ins Allgäu antreten mussten. Bei diesem Spiel wurde Gerhard Hegen noch einmal von den Husky-Fans ausgiebig gefeiert, spielen durfte er im Kaufbeurer Tor jedenfalls nicht. Nun standen noch drei Partien in der Hauptrunde an, bevor es in die sogenannte Zwischenrunde ging, in der die Vereine die auf einem geraden Tabellenplatz, und die Vereine, die auf einem ungeraden Tabellenplatz standen, in jeweils einer Gruppe in einer Einfachrunde gegeneinander antreten mussten. Die Ergebnisse dieser Runde wurden in die bestehende Tabelle mit eingerechnet.

Die Zwischenrunde

Der erste Spieltag für unsere Huskies war am zweiten Weihnachtsfeiertag. Die Reise führte zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit nach Mannheim. Die 3:0 Niederlage vom 15. Dezember lag allen noch schwer im Magen, und auch die Weihnachtsgans schien den meisten Spielern nicht bekommen zu sein, denn nach 50 Spielminuten lag Mannheim auch an diesem Tag mit 3:0 in Führung. Einmal mehr brachte eine kämpferische Einstellung – für die die Huskies in den Play-Offs noch berühmt werden sollten – die Huskies in das Spiel zurück. Innerhalb von nur 55 Sekunden war es Greg Evtushevski, der die beiden Anschlusstreffer erzielte. Und wer weiß, wie das Spiel geendet hätte, wäre nicht von außerhalb des Spielfeldes eine angeblich bruchsichere Scheibe zertrümmert worden. Denn diese Unterbrechung kurz vor Spielende und kurz nach den beiden Toren von Shevi brachte die Huskies aus ihrem Lauf, und das Spiel endete 3:2 für Mannheim.

Freude im Lager der Huskies - Quelle: Jahrbuch 95/96

Das Bosman-Urteil beschäftigte natürlich auch die zuständigen Gremien des deutschen Eishockeys. In Berlin, wo Mitte Januar der DEL-Beirat tagte, sprach man sich für den uneingeschränkten Einsatz von Spielern aus Länder der EG aus. Die Wechselfrist endet, wie ursprünglich festgelegt am 31. Januar. Bis dahin kann jeder Verein unbeschränkt Aktive aus den EU-Ländern verpflichten. Die VDE (Vereinigung Deutscher Eishockeyspieler) sprach sich gegen diese Reglung aus und drohte schon im Vorfeld mit den verschiedensten Sanktionen. Es wurde auch ein Katalog mit Forderungen aufgestellt, unter anderem soll es eine Art Tarifverhandlung zwischen der VDE und den Vereinen bzw. Gesellschaften geben. Wir lassen die Geschichte an dieser Stelle ruhen und wollen keine Wertung dazu abgeben, denn es existiert eine höchst-richterliche Entscheidung aus Brüssel, die eigentlich alles besagt.

Anfang Januar trafen die Huskies im Auswärtsklassiker auf die Kölner Haie. Die Fahrt nach Köln begann um 13.00Uhr. Bereits im Sauerland setzte dichtes Schneetreiben ein, die ersten LKWs standen quer und ab dem Kamener Kreuz ging Garnichts mehr. Die BodychECK-Redaktion befand sich ca. 50 Kilometer vor dem Mannschaftsbus und hielt per Handy ständig Kontakt mit selbigem. Die Redaktionsmitglieder fuhren ab dem Kamener Kreuz in Richtung Köln, nach 20km war dann Schluss. Kein Rad drehte sich mehr. Der Bus wurde informiert und probierte sich dann über Dortmund, Essen und Düsseldorf nach Köln durchzukämpfen. Die Redaktion traf nach über sechsstündiger Fahrt pünktlich zum Spielbeginn in Köln ein, doch der Mannschaftsbus steckte zu diesem Zeitpunkt noch am Breitscheider Kreuz bei Ratingen. Um 21.10 Uhr war dann auch der Bus an der Lentstraße angekommen, das Publikum wurde in der Zwischenzeit mit kostenlosem Glühwein und einer Prinzengarde bei Laune gehalten. Kurz vor 22:00Uhr konnte das Spiel dann schließlich beginnen und die Haie drehten den Spieß im Vergleich zum Vortag diesmal ein klein wenig um, denn sie gewannen 5:2. Auf der anschließenden Pressekonferenz mussten sich die Verantwortlichen der Huskies einiges anhören in Sachen verspätete Anreise. Doch eigentlich reichte die Zeit (13 Uhr Abfahrt) für eine Strecke von 250 km. Das sahen die Kölner aber anders, die sogar schon eine Spielverlegung in Betracht gezogen hatten. Doch liebe Kölner, demnächst fahren wir morgens um acht los, wenn wir bei Euch spielen sollten. Denn wenn im Rheinland mal eine Flocke Schnee fällt, geht ja Garnichts mehr.

Am letzten Spieltag der Saison kam es also zum großen Showdown der Zwischenrunde. Die Frankfurt Lions lagen mit 52 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz, die Huskies mit 51 Punkten einen Platz dahinter. Die Huskies traten zuhause gegen die Star Bulls Rosenheim an, die Lions waren in Ratingen zu Gast. Und nun begann bei den meisten das große Rechnen. Platz 8 bedeutete, erst ein Heimspiel zu haben, danach zweimal auswärts anzutreten und bei einem eventuellen 4. Und 5. Spiel erneut das Heimrecht zu besitzen. Doch am Ende nützt alles Rechnen nichts gespielt werden muss trotzdem, egal wann und wo und gegen wen. Die Lions, die die letzten Partien der Zwischenrunde verloren hatten, verloren schließlich auch in Ratingen mit 4:1. Die Huskies lagen nach dem zweiten Drittel gegen die Star Bulls mit 1:2 in Rückstand. Im dritten Drittel erhöhten die Bulls durch Uli Keller sogar auf 1:3. Doch innerhalb von 13 Sekunden machten Kwasigroch und Millar den Rückstand wett. Rosenheim ging in der 48.Minute durch Danny Schaly mit 3:4 in Führung, doch Bruce Eakin konnte nur eine Minute später zum 4:4 ausgleichen.

Nun wiesen die Huskies und die Lions den gleichen Punktestand auf, doch durch den direkten Vergleich der Spiele miteinander, standen die Lions auf dem achten und die Huskies auf dem neunten Tabellenplatz. Somit fand das erste Play-Off-Spiel in Frankfurt statt, bevor die Lions zweimal hintereinander nach Nordhessen reisen mussten.

Die Abschlusstabelle

In dieser Saison wurde ohne regionale Gruppen, sondern mit Vor- und Zwischenrunde gespielt. Nach einer Einfachrunde mit Hin- und Rückspiel zwischen den 18 Teams wurde die Tabelle geteilt und die Mannschaften auf den geraden Platzen spielten gegeneinander eine Einfachrunde, die auf den ungeraden Plätzen analog gegen die anderen auf den ungeraden Plätzen.

Klub Sp S U N NV Tore Punkte
1. Kölner Haie (M) 50 37 4 8 1 261:121 79
2. Preussen Devils Berlin 50 35 7 6 2 219:107 79
3. Düsseldorfer EG 50 36 4 9 1 228:127 77
4. EV Landshut 50 35 1 11 0 222:127 77
5. Schwenninger Wild Wings 50 30 6 12 2 214:150 68
6. Adler Mannheim 50 29 7 12 2 195:163 67
7. Krefeld Pinguine 50 26 5 18 1 169:154 58
8. Frankfurt Lions 50 22 5 20 3 189:162 52
9. EC Kassel Huskies 50 19 12 17 2 149:148 52
10. Ratinger Löwen 50 21 3 23 3 181:195 48
11. Nürnberg Ice Tigers 50 16 8 24 2 143:179 42
12. Augsburger Panther 50 17 6 25 2 163:180 42
13. SB Rosenheim 50 16 6 25 3 158:195 41
14. SC Riessersee (N) 50 16 4 29 1 147:213 37
15. Kaufbeurer Adler 50 13 6 30 1 145:228 33
16. EC Hannover 50 12 4 34 0 138:251 28
17. EHC Eisbären Berlin 50 11 3 34 2 125:236 27
18. ESG Sachsen Weißwasser 50 9 3 38 0 126:236 21

NV: Niederlage nach Verlängerung (1 Punkt). Köln liegt vor den Preussen Devils wegen des besseren direkten Vergleichs (2 Siege Köln, kein Sieg Berlin), Düsseldorf liegt vor Landshut wegen des besseren Torverhältnis (direkter Vergleich war unentschieden nach je einem Sieg und insgesamt 5:5 Toren). Frankfurt liegt in der Tabelle vor Kassel wegen des besseren direkten Vergleichs (je ein Sieg, Torverhältnis 6:3 für Frankfurt), Nürnberg vor Augsburg wegen des besseren direkten Vergleichs (2 Siege Nürnberg, 1 Unentschieden, 1 Sieg für Augsburg).

Playoffs

Achtelfinale vs. Frankfurt Lions

  • Um den vermeintlich schlechteren Mannschaften zwei Heimspiele zu garantieren wurde in der Reihenfolge H-A-A-H-H gespielt, was dazu führte, dass Frankfurt nur ein Heimspiel in den Play-Offs hatte, obwohl sie in der Hauptrunde das besser platzierte Team waren.
  • Frankfurt Lions - Kassel Huskies 0:3 (3:4, 3:4, 1:2)

Freitag, 23. Februar 1996. The show is about to begin.

650 Fans aus Kassel und Umgebung machten sich auf den Weg in die Mainmetropole. Die Lage war so angespannt, und nicht gerade wenige waren so realistisch festzustellen, dass man gegen die Lions in dieser Play-Off-Serie auch ausscheiden könnte. Die Lions hatten auf dem Transfermarkt vor Ende der Wechselfrist noch einmal kräftig zugeschlagen. In der Verteidigung waren mit dem Österreicher Michael Güntner und dem Kanadier Tom Thornbury zwei Spieler hinzugekommen und den Sturm sollte der Ex-NHL-Profi Thomas Stehen beleben.

Daniel Larin spielte gute Playoffs! - Quelle: Jahrbuch 95/96

Die Spieler der Lions waren so nervös, dass ein Teil von ihnen die Kasseler Spieler im Kabinengang, beim Einlaufen in der Halle, nicht einmal begrüßte, obwohl sich die meisten von früher her auch privat kennen. Die BodychECK-Redaktion plauderte kurz mit Ex-Husky Brian Hannon und wünschte diesem „happy holidays ab Wednesday“. Brian hatte dafür wohl kein Verständnis und zog beleidigt ab. Endlich war es soweit und das erste Bully wurde von Schiedsrichter Bernd Schnieder freigegeben. 01:13 stand auf der Stadionuhr als der erste Treffer fiel. Der Puck landete im Gehäuse von Rupert Meister. Torschütze war Peter Kwasigroch. Der Jubel auf der Bank und im Kasseler Fan-Block kannte keine Grenzen, doch bereits 70 Sekunden später konnte Verteidiger Greg Thomson in einer Überzahlsitation zum 1:1 ausgleichen. Nun waren die Frankfurter am Jubeln und auf den Rängen dachte man wohl, dass jetzt die Lions so richtig loslegen würden. Doch weit gefehlt. Petr Kopta hatte gerade auf der Strafbank Platz genommen, als Kasperczyk bei 07:05 die erneute Führung für die Huskies erzielte. Und es sollte noch besser kommen. Venci Sebek zog in der 12 Minute von der blauen Linie ab und traf in das linke, untere Eck des Tores von Rupert Meister. Mit einer 1:3 Führung ging es in die erste Drittelpause. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war glänzend, aber nicht euphorisch. Alle wussten, dass noch 40 Minuten vor ihnen lagen, in denen sie sich keine Konzentrationsschwäche leisten konnten.

Im zweiten Drittel erspielten sich beide Teams eine Vielzahl von Chancen, doch in Tore wurden sie nicht umgemünzt. Die Stimmung unter den Fans der Lions war ziemlich mies. Keiner hatte wohl mit einem solch couragierten Auftreten der Huskies gerechnet. Nur unsere Fans feierten schon ein klein wenig und freuten sich nicht nur heimlich, es den Lions an diesem Abend mal wieder richtig zu zeigen.

Doch noch war ein Drittel zu spielen. In der 43. Spielminute war es Mike Millar mit dem Treffer zum 1:4, der die Huskies endgültig auf die Siegerstraße brachte.

Die Frankfurter setzten alles auf eine Karte und konnten in der 47. Spielminute das 2:4 durch Ilja Vorobjev erzielen. Endlich wachten auch mal wieder die Fans der Lions auf und witterten ein klein wenig Morgenluft.

Vier Minuten vor dem Spielende erzielte Frankfurt Liebling Robert Reichen den 3:4 Anschlusstreffer. Die Halle war am Kochen und viele glaubten nun, doch noch die Wende herbeiführen zu können. Doch die Abwehr der Huskies stand perfekt, die Stürmer übernahmen ihre Abwehraufgaben zu 100% und schließlich war da ja auch noch Pavel Cagas im Tor. Die Fans der Huskies zählten herab: „5,4,3,2,1, NULL!“

Der erste Sieg war unter Dach und Fach. Die Fans und Spieler der Lions waren tief deprimiert. So hatten sie sich das Spiel wohl nicht vorgestellt. Vielleicht haben sie uns aber auch nicht ganz ernst genommen? Wer weiß? Ist auch egal!

Am Sonntag war dann Hockeytime in Kassel angesagt. Die Halle platzte mit 6167 zahlenden Zuschauern aus den Nähten.

Sebek und Cagas gegen Tobias Abstreiter im Dress der Kölner Haie - Quelle: Jahrbuch 95/96

Beide Teams begannen sehr vorsichtig. Keiner wollte und konnte sich einen Fehler erlauben, denn diesen würden die gegnerischen Spieler sofort bestrafen. In der 17 Minute erzielte Greg Evtushevski die vielumjubelte 1:0 Führung für die Huskies. Dies war auch gleichzeitig der Spielstand nach dem ersten Drittel. Betretende Gesichter unter den Fans und Pressevertretern aus Frankfurt. Und es sollte noch schlimmer kommen, denn nur 23 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels war es erneut Greg Evtushevski, der die Scheibe in die Maschen des Tores von Rupert Meister jagte. Die Eissporthalle drohte unter dem Torjubel zusammenzubrechen, das Spiel hatte aber noch weitere Steigerungen zu bieten. In der 24. Spielminute konnte Thomas Popiesch den 2:1 Anschlusstreffer erzielen. Auf einmal spielten die Lions sehr gut mit und kamen zu guten Torgelegenheiten, doch Pavel Cagas zeigte so manches Kabinettstückchen im Tor. Nur gegen den Schuss von Igor Schlutz hatte auch er nicht den Hauch einer Chance. Auf einmal stand es 2:2 nach zwei Dritteln. Die Lions bekamen Oberwasser und konnten in der 42. Spielminute durch Francois Sills erstmals in der Play-Off-Serie in Führung gehen. Die Zeit drohte den Huskies davonzulaufen, es wollte einfach kein Treffer gelingen. Nicht nur die Spieler verausgabten sich, auch die Fans schrien sich heiser, um die Huskies nach vorne zu treiben, und in der 55. Spielminute wurden die Bemühungen belohnt. Venci Sebek erzielte den verdienten Ausgleich. Das Spiel war nun an Spannung nicht mehr zu überbieten und die Anzeige der Stadionuhr lief gen sechzigste Minute. Diese war nun erreicht, als es 8 Sekunden vor dem Spielende ein Bully im Frankfurter Drittel gab. Hans Zach stellte seine beste Formation (Johnston, Millar an der blauen Linie, Eakin am Bullypunkt und Morrison neben Evtushevski am Bullykreis) auf das Eis. Bruce führte den Bully aus, Greg nahm die Scheibe auf und Shevi brachte die Scheibe sieben Sekunden vor der Schlusssirene im Gehäuse der Lions unter.

Unbeschreiblich, was in diesem Augenblick in der Eissporthalle ablief. Wildfremde Menschen lagen sich in den Armen, manch Pressevertreter aus Kassel stand auf den Schreiunterlagen der Pressebank. Der Jubel kannte keine Grenzen. Noch Minuten nach Spielende feierten die Zuschauer ihre Huskies, doch sie wollten nicht zur Ehrenrunde herauskommen. Hans Zach wollte den Fans dies erklären, lief zur Zeitnahme, um über das dortige Mikrophon zu sprechen. Doch die Crew an der Zeitnahme hatte selbiges mittlerweile schon abgebaut und so kam es zu einigen Irritationen in der Halle. Doch in der Pressekonferenz klärte Hans Zach alle auf. Er hatte seiner Mannschaft gesagt, dass es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh sei, eine Ehrenrunde für die Fans zu laufen, denn die Serie sei noch nicht vorbei. Auch gibt’s es erst nach dem letzten Spiel der Serie den sonst nach Spielende üblichen Handshake. Dafür hatten nach dieser Erklärung alle Verständnis. 2:0 Siege in der Serie, wer hätte das für möglich gehalten, und in Kassel waren die Huskies das ausschließliche Gesprächsthema. Selbst Leute, die noch nie bei einem Spiel der Huskies gesichtet wurden, schwärmten auf einmal von ihnen.

Über 10000 Karten hätten für das zweite Heimspiel gegen die Lions abgesetzt werden können. Fast alle waren der Meinung, dass am Dienstag für die Lions die Saison beendet sein wird. Dieser Meinung war wohl auch ein Großteil der Lions-Fans, denn von den georderten 600 Stehplatzkarten kamen am Spieltag 300 unverkauft aus Frankfurt wieder zurück. Das war aber nicht schlimm, denn so konnten noch einige, die keine Karte mehr im Vorfeld erwerben konnten, nun doch an den Feierlichkeiten des zweiten Heimspiels teilnehmen. Die ersten Schwarzhändler tauchten an der Eissporthalle auf, doch ein großes Geschäft war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu machen. 5,-DM über Normalpreis wurden die Tickets verkauft. Na gut, wenn einer 20 Stehplatzkarten hatte, machte dies auch einen Hunderter. Der Husky-Shop in der Kurfürstengalerie verzeichnete in diesen Tagen Rekordumsätze. Alle, die noch keinen Schal ihr Eigen nennen konnten, kauften sich schnell noch einen um nicht beim Rama-Lama-Ding-Dong ausgeschlossen zu sein.

Das Spiel begann sehr verhalten. Beide Mannschaften spielten taktisch sehr klug. Vor allem die Frankfurter hielten sich zurück, wollten nicht ins offene Messer laufen.

Nach 20 Minuten stand es immer noch 0:0. So langsam aber sicher mussten die Lions etwas tun, wollten sie nicht schon nach drei Spielen gegen die Huskies ausscheiden. Und so war es Ladislav Strompf, der in der 39 Spielminute die Lions mit 0:1 in Führung brachte. Doch die Huskies waren zu diesem Zeitpunkt schon als „Spätzünder“ berühmt, die in den letzten Minuten ihre entscheidenden Tore erzielen. So auch diesmal. 47 Minuten waren gespielt, als Mike Millar der wohlverdiente Ausgleich gelang. In der Halle war die Stimmung zum Zerreißen gespannt. Viele hatten sich schon, wie bereits am Sonntag, auf eine Verlängerung eingestellt, doch auch an diesem Tag fiel die Entsheidung noch in der regulären Spielzeit. Beim Stand von 58:52 auf der Stadionuhr besiegelte Bruce Eakin mit dem 2:1 das Ausscheiden der Frankfurt Lions aus den Play-Offs. Der Jubel war unbeschreiblich und die Fans feierten die ganze Nacht. Natürlich lief die Mannschaft an diesem Tag eine Ehrenrunde. Sie hatte eine Sensation vollbracht, die ihnen nur wenige zugetraut hatten: Frankfurt aus den Play-Offs geworfen, und das in nur drei Spielen.

Viertelfinale vs. Preußen Devils Berlin

  • Preußen Devils Berlin - Kassel Huskies 3:2 (3:4 n.V., 4:3, 5:1, 4:5 n.V., 3:1)


Trainer Hans Zach hatte den Spielern in der 1-wöchtigen Pause zwischen dem letzten Spiel gegen die Lions und dem ersten gegen die Devils ein paar Tage frei gegeben. In diesen Tagen schaute Branjo Heisig bei den Zweitligahandballern i Melsungen vorbei, andere schauten sich mal die 89ers an. Bereits einen Tag vor dem ersten Spiel reisten die Huskies nach Berlin. Geschlafen wurde im Econtel in Berlin-Tegel. Abends ging es für eine kurze Trainingseinheit auf das Eis und nach dem gemeinsamen Abendessen zurück ins Hotel. 5454 Zuschauer, darunter ca. 100 Fans aus Kassel, hatten sich am Dienstag, dem 5. März, in der Eissporthalle an der Jaffeestraße eingefunden, um den ersten Play-Off-Auftritt beider Teams im Viertelfinale zu erleben. Sicherlich, die Berliner waren der haushohe Favorit und so richtig ernst schienen uns die Berliner vor dem ersten Bully noch nicht genommen zu haben, prangten doch überall schon die Spielankündigungsplakate für die Heimpartien des Play-Off-Halbfinales. Auch die Stadionzeitung der Devils hatte so manche Äußerung parat, die darauf schließen ließ.

Doch die Preußen wurden schon von der ersten Minute an eines besseren belehrt. 0:0 stand es nach 20 Minuten und die ersten kritischen Stimmen unter den Zuschauern wurden laut. Doch es sollte noch schlimmer kommen für die Devils. 39 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, als Shevi das 0:1 für die Huskies markierte. Knapp neun Minuten später war Georg Güttler auf dem Posten und erhöhte auf 0:2. Toni Tanti konnte zwar bereits in der 11. Spielminute auf 1:2 verkürzen, doch ein Schlagschuss von Alexander Engel stellte 17 Sekunden vor der Drittelpause den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Im letzten Drittel konnten die Devils durch Stillman und Jürgen Rumrich noch den 3:3 Ausgleich erzielen. Die Entscheidung musste also in der Overtime fallen. Alle Nerven waren zum Zerreißen gespannt, und der Jubel kannte auf Seiten unserer Huskies keine Grenzen, als Mister Morrison auf Daniel Larin passte und dieser den Puck zum entscheidenden 3:4 über die Linie schob. 10 Minuten und 14 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. In der Halle konnte man eine Stecknadel fallen hören, so ruhig und enttäuscht waren die Fans der Devils. In der anschließenden Pressekonferenz fasste sich der Devils-Coach Curt Lundmark recht kurz, auch er hatte wohl nicht mit solch einem starken Husky-Gespann aus Kassel gerechnet. Wie sehr dieses Spiel auch in Kassel verfolgt wurde, zeigte die Tatsache, dass über 900 Anrufer auf der Husky-Hotline anriefen um sich über den aktuellen Spielstand zu informieren.

1:0 Führung in der Serie, und nun ein Heimspiel. Allein diese Tatsache mobilisierte die Massen in Kassel. Im Huskies Sport und Mode bildeten sich schon lange vor der Ladenöffnung Schlangen von Fans, die noch eine Karte für das Spiel am Freitag ergattern wollten. Lockere 10000 Karten hätten auch für diese Partie abgesetzt werden können. Sehr groß war die Nachfrage im Sitzplatzbereich, doch nicht alle Kartenwünsche konnten erfüllt werden. So wurde das erste Heimspiel vor 6305 Zuschauern von Hauptschiedsrichter Chvatal 1930 Uhr angepfiffen.

Beide Teams traten in Bestbesetzung an und Bruce Eakin erzielte in der 26. Spielminute die 1:0 Führung für unsere Huskies. Der Devil O’Regan erzielte zwei Minuten später den Ausgleich und John Chabot erzielte sogar die 1:2 Führung, die jedoch fast im Gegenzug von Kwasigroch ausgeglichen werden konnte. So ging es mit einem 2:2 in die letzte Drittelpause. 53 Sekunden nach Wiederanpfiff war Jürgen Rumrich der Torschütze für die Devils und in der 57. Minute erhöhter der noch im ersten Spiel wegen einer Bauchmuskelverletzung fehlende Kapitän der Devils, Georg Holzmann, gar auf 2:4. Zwar machte Dave Morrison in der 58. Spielminute noch den 3:4 Anschlusstreffer, doch an diesem Tag ist einfach mehr drin gewesen. Wie sagte Hans Zach in der Pressekonferenz: „Es steht jetzt 1:1 und wir fangen praktisch wieder von vorne an.“

Am Sonntag, 10. März mussten unsere Huskies wieder in Berlin antreten. Spielbeginn war am Nachmittag um 15:00 Uhr, und es sollte der Nachmittag der Devils werden. Jedoch hatten die Verantwortlichen in Berlin mittlerweile erkannt, dass sie mit den Huskies nicht unbedingt so Schlitten fahren können, wie sie sich das vorgestellt hatten und traten ihrerseits ein klein wenig auf die Euphoriebremse. Sogar ein wenig neidisch waren sie auf solche Zuschauer, wie die in Kassel. So Zuschauer wünschten sie sich auch in Berlin – aber dies dürfte nur schwer möglich sein.

Die Berliner waren uns von er ersten bis zur letzten Minute dieser Partie spielerisch und auch körperlich haushoch überlegen, und so wunderte es niemanden, als am Ende ein verdienter 5:1 Sieg für die Devils heraussprang. Doch Hans Zach kündigte an, dass man sich am Freitag in Berlin zum alles entscheidenden Spiel wohl wiedersehen werde und versprach den Devils für das kommende Spiel in Kassel einen Kampf bis zum Umfallen.

In der erneut ausverkauften Eissporthalle wollten uns die Berliner bereits nach 01:49 in die Sommerpause schicken, als zu diesem Zeitpunkt Toni Tanti die 0:1 Führung erzielte. Und es kam noch schlimmer, denn in der 16. Spielminute war Gaetan Malo der Torjubel zum 0:2 vergönnt. In der 19. Spielminute war Dave Morrison in einer 5:4 Überzahlsituation derjenige, dem der Anschlusstreffer gelang. Mit einem 1:2 Rückstand ging es in die erste Pause. Und Hans Zach hatte mit dem „Kampf bis zum Umfallen“ nicht zu viel versprochen, denn was jetzt folgte, wird auch noch in einigen Jahren in den Köpfen der Kasseler Eishockeyszene herumgeistern und für so manchen Gesprächsstoff sorgen. Bruce Eakin machte den Anfang für diesen Gesprächsstoff, denn er erzielte in der 25. Spielminute den 2:2 Ausgleichstreffer. Fabian Brännström brachte die Devils erneut in Führung, die jedoch Dave Morrison zum 3:3 ausgleichen konnte. In der 40. Spielminute überschlugen sich die Ereignisse, denn Schiedsrichter Schnieder aus Iserlohn gab einem Treffer zur 3:4 Führung durch Stephan Sinner, obwohl sich mit Toni Tanti ein Devil im Torraum der Huskies befand. Dies gefiel den Anhängern unserer Huskies ganz und gar nicht, und sie verschafften ihrem Ärger Luft, indem sie alles, was sich in ihren Händen befand, einfach auf die Eisfläche warfen. Auch die Moderatoren vom Hessischen Rundfunk mussten sich einiges an Wortspielen „gefallen“ lassen. Schiedsrichter Schnieder entschied, wie später selbst Sepp Kontny und Hans Zach befanden, korrekt auf Tor. Es waren nur noch 28 Sekunden im zweiten Drittel zu spielen, das Eis übersäht mit diversen Gegenständen, somit entschied sich Herr Schnieder, das Eis bereits jetzt neu aufbereiten zu lassen. Dieses Ereignis schweißte die Mannschaft und Fans noch weiter zusammen und die Huskies entfachten ein wahres Feuerwerk im letzten Drittel. Mehrere riesige Chancen wurden vergeben, die Fans klatschten, schrien und trommelten sich die Seele aus dem Leib und 52 Sekunden vor der Schlusssirene erlöste Tino Boos mit dem Ausgleichstreffer die Massen. Wieder einmal musste die Overtime die Entscheidung bringen. Das Eis wurde neu bereitet und die Fans erlebten eine Husky-Meute, die die Preußen regelrecht in ihrem eigenen Drittel festnagelte. Zahlreiche Möglichkeiten wurden erarbeitet und in der 70. Minute löste Dave Morrison mit dem Siegtreffer eine Sturmflut aus. Wildfremde Menschen lagen sich in den Armen, die Mannschaft lief eine Ehrenrunde, Ovationen für Hans Zach im VIP-Raum und auch die „Spione“ der anderen Teams freuten sich diebisch. Dem Düsseldorfer Coach Hardy Nilsson und dem Orga-Chef der DEG Hansi Sültenfuß sowie dem Co-Trainer der Kölner Haie Bernd Haake konnte ein fünftes Spiel zwischen den Huskies und den Devils nur recht sein, hatte der Gewinner nach dem Spiel doch nur einen Tag Pause bis zum Beginn der Halbfinalserie. Spontan wurde im VIP-Raum die ersten Anmeldungen für das alles entscheidende Spiel in Berlin angenommen, und auch hinter der Sprecherkabine meldeten sich schon die Fans in Hundertschaften bei den Fan-Bus-Organisatoren Klaus Scherb und Jörg Markert an. Berlin, Berlin, alles will nach Berlin. Und sogar Radio-FFH gab einem Bus voller Frauen die Möglichkeit mit nach Berlin zu reisen.

Georg Güttler nach einem seiner Tore - Quelle: Jahrbuch 95/96

Die Mannschaft mit dem größten Herzen hat dieses einmalige Erlebnis möglich gemacht und Hans Zach setzte noch einen obenauf, indem er nach der Pressekonferenz sagte: „Es ist einmalig, was die Mannschaft den Zuschauern und mir gegeben hat. Das ist nur mit einer Meisterschaft vergleichbar. Für mich sind wir schon der wahre Meister. Wir haben großartig gekämpft und die Spieler haben einen unglaublichen Willen gezeigt. Da macht uns in Deutschland keiner etwas vor“

Gefeiert wurde noch lange in dieser unbeschreiblichen Nacht, doch am nächsten Morgen setzte bei den Verantwortlichen sofort die gewohnte Betriebsamkeit ein, um für das alles entscheidende Spiel in Berlin alles vorzubereiten. Das Mannschaftshotel musste gebucht werden, Trainingszeiten auf dem Eis mussten mit den Berlinern vereinbart werden, schließlich wollte die Mannschaft auf verpflegt werden, Eintrittskarten für Fans und VIPs mussten geordert werden und schließlicheine nicht unerhebliche Anzahl an Einzel- und Doppelzimmern für den Fan und VIP-Troß gebucht werden.

Am Freitag machten sich dann über 1200 Fans auf den Weg nach Berlin, sicherlich wäre noch der ein oder andere mehr in Richtung Hauptstadt aufgebrochen, wenn die Berliner nicht schon seit zwei Tagen „ausverkaufte Halle“ gemeldet hätten. Dies war eine nette „Finte“ der Berliner Verantwortlichen, die wohl vor unseren stimmgewaltigen und sehr kreativen Fans ein klein wenig Angst hatten, denn selbst am Freitag Mittag waren an den Vorverkaufsstellen sogar noch Sitzplatzkarten zu erwerben und an der Abendkasse lagen bestimmt auch noch einmal an die 600 Karten. Doch was solls…Die Fans haben sich auf den Weg gemacht, um ihre Mannschaft zu feiern, egal wie dieses Spiel ausgehen mochte. Greg Evtushevski war wieder mit im Gespann obwohl ihm im Wechsel die Gruppe und eine Muskelverletzung sehr stark zusetzte, aber nach dem ersten Drittel konnte er aufgrund der Muskelverletzung nicht mehr weiterspielen. So musste Hans Zach erneut die Reihen umstellen und Vitalij Grossmann rückte in die erste Reihe auf. 2:0 führten die Devils nach dem ersten Drittel, und als dann auch noch Jaro Mucha mit einer Gesichtsverletzung nach einem „Zusammenprall“ mit dem Schläger von Thomas Schinko mit sechs Stichen genäht werden musste und somit ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stand, war der Spielfluß der Huskies im Mitteldrittel dahin. Christian Brittig erhöhte auf 3:0, bevor es erneut in die Kabinen ging. In der 41. Spielminute konnte Mike Millar das 3:1 erzielen. Wie in den Spielen zuvor, spielten die Huskies im letzten Drittel den Gegner förmlich an die Bande, doch zählbares sprang nicht mehr heraus.

Die Fans waren mit ihrem Huskies aber trotzdem mehr als zufrieden, die zeigt allein die Tatsache, dass sie auf die Berliner Sprechchöre: „Huskies, ihr könnt nach Hause fahr’n“ ihnen die passende Antwort gaben in Form von: „Devils, uns ist das scheißegal!“ Ja, und dann kamen die letzten Sekunden der Saison 95/96 für unsere Huskies. Die Fans feierten, die Spieler und Hans Zach begaben sich zum „Shake Hands“ auf das Eis und sahen dabei doch ein wenig traurig aus. Sie hatten sich mehr ausgerechnet in dieser Partie, und Peter Kwasigroch ärgerte sich noch eine Stunde später über so manche Aktion des Schiedsrichters. Doch sie liefen noch eine Ehrenrunde auf dem Eis und gönnten sich danach in der Kabine erst einmal ein Bier, das sie sich auch mehr als verdient hatten. Viele Spieler wurden auch ganz nachdenklich und ließen die Saison noch einmal Revue passieren oder saßen ganz still in einer Ecke der Kabine.

Quelle aller Artikel: Jahrbuch 95/96

Saisonstatistik

Spielerstatistik

Spielerstatistik 1995/96
Name Spiele Tore Vorlagen Punkte Strafminuten Schüsse aufs Tor PPT SHT GWG Bullis Bulliquote in % +/-
Milan Mokros 45 0 5 5 32 23 0 0 0 0 0 -5
Venci Sebek 46 4 13 17 28 77 1 1 0 1 0 -2
Alexander Engel 58 2 7 9 34 61 0 0 0 0 0 0
Gregory Johnston 57 16 28 44 87 133 3 3 0 28 64 5
Alexander Wedl 57 2 4 6 26 46 1 0 0 2 100 6
Jedrzei Kasperczyk 58 13 19 32 18 75 3 0 0 873 49 -4
David Morrison 58 14 30 44 16 107 4 0 1 1067 55 4
Jaroslav Mucha 57 2 14 16 32 65 0 0 0 0 0 5
Bruce Eakin 46 18 26 44 48 83 8 0 1 987 51 12
Michael Millar 58 34 28 62 104 166 11 0 0 11 45 8
Ireneusz Pacula 49 1 6 7 14 15 0 0 1 9 55 1
Vitalij Grossmann 53 4 8 12 44 65 0 0 0 9 33 -13
Murray Mcintosh 39 0 3 3 6 26 0 0 0 2 50 5
Igor Varitsky 21 6 5 11 10 49 1 1 0 123 47 -4
Peter Kwasigroch 56 13 24 37 18 58 0 0 0 14 57 18
Branjo Heisig 55 4 3 7 44 48 0 0 0 8 50 -4
Georg Güttler 56 4 5 9 10 33 0 0 0 38 47 10
Gregory Evtushevski 51 17 33 50 58 65 4 0 2 52 59 6
Falk Ozellis 44 6 12 18 26 23 0 0 0 99 34 2
Daniel Larin 16 1 7 8 4 16 0 0 1 1 0 3
Tino Boos 43 3 3 6 22 20 0 0 0 346 49 2
Anton Krinner 32 9 15 24 14 46 2 0 0 16 37 3

Torhüterstatistik

Torhüterstatistik 1995/96
Name Spiele Tore Vorlagen Punkte Strafminuten Schüsse aufs Tor Gegentore Fangquote Gegentore pro Spiel Shutouts
Josef Kontny 27 0 1 1 0 645 75 88.4% 3 4
Pavel Cagas 27 0 1 1 6 669 68 89,8% 2,6 3
Gerhard Hegen 9 0 1 1 0 230 29 87,4% 3,7 1
Andreas Böth 0 0 0 0 0 0 0 - 0 0

Quelle: zahlen-hai.com

Allgemeine Lage der Liga

Zuschauerstatistik 1995/96
Platz Mannschaft Spiele Gesamt Schnitt
1. Düsseldorfer EG 31 254.254 8.202
2. Frankfurt Lions 26 161.680 6.218
3. Kölner Haie 32 182.504 5.703
4. Adler Mannheim 29 160.312 5.528
5. Preussen Devils Berlin 31 147.384 4.754
6. Kassel Huskies 29 136.010 4.690
7. EV Landshut 31 135.100 4.358
8. Augsburger EV 28 118.590 4.235
9. Schwenninger Wild Wings 27 108.405 4.015
10. Krefeld Pinguine 27 92.181 3.414
11. Nürnberg Ice Tigers 27 87.398 3.237
12. EC Hannover 27 82.100 3.041
13. Eisbären Berlin 25 75.027 3.001
14. Kaufbeurer Adler 27 74.443 2.757
15. SC Riessersee 27 74.420 2.756
16. Starbulls Rosenheim 27 71.250 2.639
17. EC Ratingen "Die Löwen" 27 67.522 2.501
18. ESG Füchse Weisswasser 25 42.697 1.708

Galerie

Kader 1995/96

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
1 Deutschland Josef Kontny 25.04.1963 Kaufbeuren, Deutschland 1989 EV Landshut
29 Deutschland Pavel Cagas 30.10.1963 Brno, Tschechien 1995 HC Olomouc
33 Deutschland Gerhard Hegen 15.12.1959 Kaufbeuren, Deutschland 1994 Nürnberg Ice Tigers
99 Deutschland Andreas Böth 16.07.1961 , Deutschland 1994
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
2 Flag of Czech.png Milan Mokros 04.07.1957 Karvina, Tschechien 1991 Eintracht Frankfurt
4 Flag of USA.png Vaclav Sebek 25.05.1963 New York City, New York, United States 1995 Star Bulls Rosenheim
6 Flag of Germany.png Alexander Engel 24.04.1962 Ust-Kamenogorsk, UdSSR 1994 EC Ratinger Löwen
8 Flag of Germany.png Alexander Wedl 21.02.1969 Landsberg am Lech, Deutschland 1995 Frankfurt Lions
11 Flag of Czech.png Jaroslav Mucha 30.08.1956 Laun, Czech Republic 1993 EHC Essen-West
16 Flag of Canada.png Murray McIntosh 17.11.1967 Calgary, Alberta, Kanada 1992 Nürnberg Ice Tigers
21 Flag of Germany.png Georg Güttler 30.12.1970 Sumperk, Tschechien 1991 Eintracht Frankfurt
Angreifer
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
7 Flag of Canada.png Greg Johnston 14.01.1965 Barrie, Ontario, Kanada 1994 ECD Sauerland
9 Flag of Poland.png Jedrzej Kasperczyk 20.05.1968 Katowice, Poland 1993 Hannover Turtles
10 Flag of Canada.png Dave Morrison - C 12.06.1962 Weston, Ontario, Kanada 1994 Eisbären Berlin
12 Flag of Canada.png Bruce Eakin 23.09.1962 Winnipeg, Manitoba, Kanada 1995 Düsseldorfer EG
13 Flag of Canada.png Mike Millar 28.04.1965 St. Catharines, Ontario, Kanada 1993 EHC Chur
14 Flag of Germany.png Ireneusz Pacula 16.11.1966 Myslowice, Polen 1993 Adler Mannheim
15 Flag of Russia.png Vitali Grossmann 05.01.1963 Solikamsk, Russia, UdSSR 1994 Ratinger Löwen
17 Flag of Russia.png Igor Varitsky 25.04.1971 Chelyabinsk, UdSSR 1995 Metallurg Magnitogorsk
19 Flag of Poland.png Piotr Kwasigroch 01.07.1962 Katowice, Polen 1994 Kölner Haie
20 Flag of Slovakia.png Branislav Heisig 03.11.1969 Kosice, Slowakei 1995 Sachsen Füchse
22 Flag of Canada.png Greg Evtushevski 04.05.1965 Saint Paul, Alberta, Kanada 1995 Krefeld Pinguine
26 Flag of Germany.png Falk Ozellis 27.12.1968 Görlitz, DDR 1993 ES Weißwasser
27 Flag of Canada.png Daniel Larin 20.11.1967 Laval, Québec, Kanada 1995 ESV Bayreuth Tigers
37 Flag of Germany.png Tino Boos 10.04.1975 Düsseldorf, Deutschland 1994 Düsseldorfer EG
46 Flag of Germany.png Anton Krinner 14.06.1967 Bad Tölz, Deutschland 1995 EC Hannover Turtles