Stéphane Robitaille
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Stéphane Robitaille #10 wurde am 22.04.70 in Québec geboren und spielte von 1998 bis 2004 im Team der Kassel Huskies. Seit der Saison 2011/12 steht er wieder im Kader der Huskies.
Spielerindex |
Laufbahn als Spieler
Karrierebeginn
Robitaille begann seine Eishockeykarriere 1988 in der US-amerikanischen Collegeliga ECAC Hockey beim Rensselaer Polytechnic Institute. Dort entwickelte sich der gelernte Verteidiger zu einem Leistungsträger. Die erste Saison verlief bereits erfolgreich. Der Linksschütze wurde in 22 Partien eingesetzt und konnte dabei elf Scorerpunkte erzielen. Schon damals zeigte sich, dass er ein fairer und wenig körperbetonter Spieler ist. Er kassierte in den 22 Spielen lediglich vier Strafminuten, eine für einen Verteidiger relativ niedrige Zahl. In den nächsten drei Jahren konnte er sich stetig verbessern und gehört zu den gefährlichsten Verteidigern im Team.
Während der Spielzeit 1991/92 wechselte der damals 21-jährige in die American Hockey League zu den Capital District Islanders, dem damaligen Farmteam der New York Islanders. Diese Karrierestation entwickelte sich lediglich zu einem kurzen Intermezzo. Robitaille wechselte nach wenigen Monaten erneut den Verein. Am Ende absolvierte er 11 AHL-Spiele, in denen er sechs Scorerpunkte erzielte. Diesmal unterschrieb er einen Vertrag beim EC Graz aus der österreichischen Bundesliga. Er wurde mit der Mannschaft auf Anhieb österreichischer Vizemeister 1994, konnte allerdings relativ wenig dazu beitragen, da er nur in zwei Spielen eingesetzt wurde. Daraufhin schloss er sich dem Kapfenberger SV an, mit dem Robitaille bis ins Play-off Viertelfinale vorstoßen konnte. Dabei hatte er großen Anteil - in 33 Spielen kam er auf 35 Scorerpunkte. Nachdem der Kapfenberger SV während der Spielzeit 1997/98 nach zehn Spielen Insolvenz anmelden musste, sah sich auch Robitaille gezwungen den Verein zu wechseln. Es folgte ein kurzes Gastspiel in der Schweizer Nationalliga B beim EHC Biel, bevor er zur Saison 1998/99 in die DEL zu den Kassel Huskies wechselte.
Kassel Huskies
Bei den Kassel Huskies avancierte der kleine Kanadier mit der ausgeprägten Skatingtechnik nicht nur auf Anhieb zum Fanliebling, sondern überzeugte auch als stabiler Offensivverteidiger auf dem Eis. Unter Hans Zach gehörte Robitaille zur Stammbesetzung der ersten oder zweiten Verteidigung mit wechselnden Partnern. Auch im Powerplay vertraute Zach, wie auch seine Nachfolger Leidborg und Kammerer auf die Qualitäten des Frankokanadiers.
Trotz konstanter Leistungen endete sein Engagement zum Unmut der Huskies-Fans nach der Saison 2003/04, in der Robitaille in einer enttäuschenden Saison zu den Besten gehörte.
BodychECK-Bericht 16.01.04
Seit der Saison 1998/1999 trägt der symphatische Franko-Kanadier nun schon das Trikot mit der Nummer 10 der Schlittenhunde. Mittlerweile ist Stéphane Robitaille neben Örjan Lindmark und Jeff MacLeod ein echtes Huskie-Urgestein geworden. Und auch in seiner sechsten Saison fühlt sich der Routinier in der Huskies-Abwehr immer noch so wohl wie zu Beginn seines Engagements in Nordhessen. “Wir haben immer super Stimmung bei den Heimspielen und können uns auf die kontinuierliche, harte Arbeit aller Beteiligten verlassen. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, auch weil wir in Kassel keinen Starspieler haben. Die Stadt Kassel hat genau die richtige Größe, um sich wohlfühlen zu können.“ Der Reiz, immer wieder nach Nordhessen zurückzukehren, ist für Stéphane bisher nicht verloren gegangen. Vielleicht auch deshalb, weil er seit einer längeren Zeit mit einer Kasselerin zusammen lebt. Claudia ist die Frau an der Seite des smarten Verteidigers, mit ihr unternimmt er viel. "Entweder gehen wir ins Kino oder gemeinsam zum Essen. Zu einem guten Steak kann ich nicht nein sagen. Claudia studiert an der Kasseler Uni und belegt auch einen Sprachkurs in französischer Sprache. Im Sommer wird bei uns in Quebec nicht viel deutsch oder englisch gesprochen, meine Freunde und die Familie sprechen französisch. Daher haben wir immer etwas zu tun." Ans Aufhören denkt der 33-jährige zur Zeit noch überhaupt nicht, würde gerne noch ein paar Spielzeiten in Nordhessen bleiben. Und auch bei den Schlittenhunden ist der spielstarke Defender mit den tollen, läuferischen Qualitäten kaum wegzudenken. Mit seiner Erfahrung hat er schon so manchen Angreifer stoppen und so manche wichtige Treffer für die Huskies erzielen können. "Manchmal ist es besser nicht bei einem der Topfavoriten einer Liga zu spielen. Das ist nicht immer angenehm. Die Rolle des Underdog gefällt mir gut und bisher haben die Huskies in fast allen Spielzeiten überzeugende Leistungen abgeliefert. Es ist noch Zeit, auch diese Saison können wir die Play-Offs mit einer Siegesserie noch erreichen“. Falls das nicht klappen sollte, dann werden Stéphane und Claudia wie in der vergangenen Saison in die Heimat nach Quebec fliegen und dort den Sommer verbringen. Dort hat er mit einem guten Freund eine große Wohnung, die alle gemeinsam für diese Zeit nutzen können. Doch daran denkt Robitaille zur Zeit noch nicht. "Gerade in der Abwehr haben wir mit Verletzungen und Sperren in dieser Saison viel Pech gehabt. Im Angriff haben wir sehr gute Spieler, denen zur Zeit ein paar Erfolgserlebnisse fehlen. Es ist schwerer geworden Tore in der DEL zu schießen. Um die Play-Offs noch zu erreichen, müssen wir einfach öfter treffen und alle nach hinten gut arbeiten. Ein starker Goalie wie Joaquin Gage ist natürlich superwichtig in dieser Phase". Auch das Pokalfinale am 10. Feburar in der Kölnarena hat für den Franko-Kanadier eine große Bedeutung. Erstmals könnte er mit den Schlittenhunden dort einen Titel gewinnen. "Wir können zeigen, dass wir gutes Eishockey spielen. Manchmal ist es besser, auswärts zu spielen. Die Huskies haben eine Chance auf den Pokalsieg in der Kölnarena.“ Drücken wir alle Stéphane die Daumen, dass es am Ende mit dem DEB-Pokal und den Play-Offs klappt. Mit einer starken Defensivleistung und dem einen oder anderen Treffer kann er selbst der Mannschaft in den verbleibenden Spielen helfen...
Quelle: BodychECK
Trivia
- Fiel der Aussortierung Mike McParlands zum Opfer und schaltete die Huskies ein Jahr später mit dem EV Duisburg in den Playdowns aus.
- Besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft
Galerie
Bekannte Mitspieler
Anmerkung: In der folgenden Tabelle sind einige bekannte Spieler aufgeführt, mit denen Stéphane Robitaille bereits in Nordamerika und anderen europäischen Vereinen in einem Team zusammengespielt hatte. Die Spalte "Verein" bezieht sich dabei auf das gemeinsame Team in der jeweiligen Saison, während in der letzten Spalte aufgelistet wird, durch welchen Umstand oder welche Mannschaft der jeweilige Spieler in Deutschland bekannt wurde. Diese Tabelle kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben sondern soll nur ein kleiner Ausschnitt an interessanten Weggefährten sein.
| Name | Verein | Saison | bekannt durch |
|---|---|---|---|
| Ron Pasco | R.P.I. | 1990/1991 | Mannheim, Kassel, Köln |
| Rob Doyle | Grazer EC | 1993/1994 | Frankfurt |
| Martin Jiranek | Kapfenberg | 1994/1995 | Nürnberg |
| Christoph Brandner | Kapfenberg | 1994/1995 | Krefeld, Hamburg |
| Bo Svanberg | Kapfenberg | 1996/1997 | Kassel |
Statistiken
Tor: Paul Cohen | Josef Kontny | Chris Rogles
Abwehr: Örjan Lindmark | Jeff Macleod | Stefan Mayer | Jochen Molling | Shane Peacock | Stéphane Robitaille | Alexander Wedl
Angriff:
Tobias Abstreiter |
Jeff Bes |
Tino Boos |
Thomas Dolak |
Greg Evtushevski |
Brent Fedyk |
Francois Guay |
Roger Hansson |
Daniel Kreutzer |
Daniel Körber
Scott Levins |
Brett Lievers |
John Lilley |
Nikolaus Mondt |
Günther Oswald |
Roland Ramoser |
Jürgen Rumrich |
Jukka-Pekka Seppo |
Sylvain Turgeon
Trainer: Hans Zach Co-Trainer:
Tor: Daniel Appel | Leonard Conti | Josef Kontny | Chris Rogles
Abwehr: David Cooper | Ivan Droppa | Örjan Lindmark | Jeff Macleod | Jochen Molling | Stéphane Robitaille | Brent Tully
Angriff:
Tobias Abstreiter |
Tino Boos |
Thomas Daffner |
Thomas Dolak |
Greg Evtushevski |
Brent Fedyk |
Francois Guay |
Roger Hansson |
Benjamin Hinterstocker
Daniel Kreutzer |
Andreas Loth |
Nikolaus Mondt |
Ron Pasco |
Pierre Rioux |
Jürgen Rumrich |
Sylvain Turgeon |
Craig Woodcroft
Trainer: Hans Zach Co-Trainer: Axel Kammerer
Tor: Daniel Appel | Joachim Appel | Chris Rogles
Abwehr: Ted Crowley | Sebastian Jones | Örjan Lindmark | Jeff Macleod | Jochen Molling | Stéphane Robitaille | Brent Tully
Angriff:
Tobias Abstreiter |
Pascal Appel |
Thomas Daffner |
Francois Guay |
Markus Guggemos |
Roger Hansson |
Henrik Hölscher |
Klaus Kathan |
Daniel Kreutzer
Scott Levins |
Andreas Loth |
Pat Mikesch |
Brent Peterson |
Pelle Svensson |
Patrice Tardif |
Sylvain Turgeon
Trainer: Hans Zach Co-Trainer: Axel Kammerer
Tor: Daniel Appel | Leonid Fatikov | Ilpo Kauhanen
Abwehr: Sebastian Jones | Örjan Lindmark | Jeff Macleod | Jochen Molling | Stephan Retzer | Stéphane Robitaille | Jeff Tory | Shayne Wright
Angriff: Tobias Abstreiter | Gert Acker | Thomas Daffner | Doug Derraugh | Brian Felsner | Franz Fritzmeier | Markus Guggemos | Tom Hartogs | Benjamin Hecker | Klaus Kathan | Daniel Kreutzer | Andreas Loth | Pat Mikesch | Brent Peterson | Sven Valenti |
Trainer: Hans Zach Co-Trainer: Axel Kammerer
Tor: Daniel Appel | Markus Janka | Jan Münster | Rich Parent
Abwehr: Frank Appel | Lars Jansson | Örjan Lindmark | Jeff Macleod | Stephan Retzer | Stéphane Robitaille | Sebastian Schlegel | Andrej Teljukin | Shayne Wright
Angriff:
Tobias Abstreiter |
Gert Acker |
Alexandr Cherbayev |
Thomas Daffner |
Doug Derraugh |
Artjom Kostyrev |
Jan Lipiansky |
Andreas Loth |
Pat Mikesch |
Zdenek Nedved |
Brent Peterson |
Christian Retzer |
Alexander Serikow |
Sven Valenti |
Mikael Wahlberg
Trainer: Gunnar Leidborg Co-Trainer: -
Tor: Daniel Appel | Joaquin Gage | Jan Münster
Abwehr: Anton Bader | Ted Crowley | Josh DeWolf | Sebastian Jones | Örjan Lindmark | Jeff Macleod | Nick Naumenko | Stephan Retzer | Stéphane Robitaille
Angriff:
Tobias Abstreiter |
Gert Acker |
Paul Brousseau |
Robert Busch |
Thomas Daffner |
Ted Drury |
Manuel Klinge |
Artjom Kostyrev |
Andreas Loth |
Brent Peterson |
Christian Retzer |
Alexander Serikow |
Matthias Trattnig |
Sven Valenti |
Mikael Wahlberg
Trainer: Axel Kammerer (bis Januar 2004) | Mike McParland Co-Trainer: Rupert Meister (bis Januar 2004)
Tor: Martin Fous | Marek Mastič | Julian Meyer | Adam Ondraschek
Abwehr:
Alexander Engel Jr. |
Semen Glusanok |
Emanuel Grund |
Stefan Heinrich |
Niels Hilgenberg |
Dennis Klinge |
Daniel Reiss |
Stéphane Robitaille |
Sven Valenti
Angriff:
Patrick Berendt |
Florian Böhm |
Michael Christ |
Julian Grund |
Alexander Heinrich |
Manuel Klinge |
Artjom Kostyrev |
Christoph Koziol |
Vincenz Mayer |
Jiri Mikesz |
Oliver Mizera |
Marc Roedger |
Patrick Schädel |
Petr Sikora |
Marek Vorel
Trainer: Jamie Bartman
Co-Trainer:
Matthias Kolodziejczak

