So. 24.01.2010 - 18:30 Uhr Kassel Huskies - ERC Ingolstadt 2:3 n.V. (1:0/1:1/0:1/0:1)

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Unglückliche Overtime-Niederlage gegen Ingolstadt
Zwei Drittel lang waren die Huskies die klar bessere Mannschaft, sie hatten den Tabellendritten aus Ingolstadt voll und ganz im Griff und letztendlich mußten sie sich mit "nur" einem Punkt zufrieden geben, da die Panther einfach clever waren und ihre wenigen Chancen eiskalt nutzten.

Beide Teams begannen das Spiel mit offenem Visier. Die Huskies, weil sie zuhause einfach ein Top Team sind, die Panther, weil sie nunmal Tabellendritter und die Torfabrik der Liga sind. So entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 5. Minute klingelte es zum ersten Mal - am Gestänge des Tors von Adam Hauser - als Motzko abgezogen hatte, aber nur die Latte traf (5.) Doch dieser Lattentreffer schien eine Art Signal zur Attacke für die Huskies gewesen zu sein, denn fortan nahmen sie das Zepter in die Hand und entfachten ein Feuerwerk auf das Gehäuse von Dimitri Pätzold, welches in der 12. Minute durch den Treffer von Josh Soares belohnt wurde. Mit dieser (zu) knappen Führung ging es in die erste Pause. Die Panther aus Ingolstadt konnten sich mit diesem Ergebnis in der Tat glücklich schätzen, denn bis zur Drittelsirene verhinderte gleich viermal das Torgestänge eine höhere Führung der Huskies.

Das zweite Drittel begann mit 15-minütiger Verspätung, da ein Linesman bei der Überprüfung des Tores ein wenig zu eifrig war und dieses samt einer großen Eisplatte aus der Verankerung riss.

Aber auch die längere Pause änderte nichts am Spielfluss der Huskies. Sie spielten munter weiter auf das Tor von Dimitri Pätzold, während die Panther ob der Leistung der Huskies scheinbar sichtlich beeindruckt waren. So dauerte es keine drei Minuten, bis Derek Damon einen Sturmlauf zum 2:0 vollendete.

Nun schaltete sich Schiri Vogl ein und stellte einen Husky nach dem anderen vom Eis, während die Panther weitestgehend ungeschoren davon kamen. Doch die Huskies kämpften mit Mann und Maus gegen das drohende Gegentor an, überstanden auch eine 3:5-Unterzahl doch in der 28. Minute war aller Kampf vergebens, als Motzko eine schöne Kombination abschloss. Weitere Tor fielen im zweiten Drittel nicht mehr.

Im letzten Drittel merkte man den Huskies dann an, dass die vielen Spiele der vergangenen Woche nicht ganz spurlos an ihren vorübergegangen waren. Sie kämpften weiter, doch nun schlichen sich Fehler ein und einen solchen bestrafte Girard in der 52. Minute - ausgerechnet, als die Huskies in Überzahl agierten. Und wieder kam Pech hinzu, dass Kramer, der Girard locker hätte ablaufen können, ins Straucheln geriet, der Stürmer der Panther somit freie Bahn hatte und Adam Hauser mit einem Flachschuss überwinden konnte.

Nun waren es die Panther, die den Ton angaben, die Huskies jedoch blieben gefährlich. Da aber keine Tore mehr fallen wollten, musste die Verlängerung die Entscheidung bringen und die dauerte leider nicht lange, denn direkt nach dem ersten Bully, welches die Huskies gewannen, unterlief ausgerechnet J.P. Côté ein haarsträubender Fehler im Aufbau, die Panther bedankten sich und würgten die Scheibe irgendwie aus dem Gewühl heraus über die Linie.

Trainerstatements aus der Pressekonferenz:

Bob Manno (ERC Ingolstadt):

Wir haben heute ein schnelles und gutes Spiel gesehen, mit gutem Powerplayspiel und einer guten Defensivleistung auf beiden Seiten. Wir haben die Fehler von Kassel gut ausgenutzt und sind glücklich, die beiden Punkte mit nach Hause nehmen zu können.

Stéphane Richer (Kassel Huskies):

Es ist sehr frustrierend, dass wir das Spiel verloren haben, denn über die gesamte Distanz waren wir die klar bessere Mannschaft. Allein nach dem ersten Drittel hätten mit drei oder vier Toren führen müssen, wenn wir denn einmal bißchen Glück hätten. Im zweiten Drittel haben wir viel Unterzahl gespielt, aber meine Mannschaft hat in der Defensive super gespielt. Dann machen wir zwei Fehler und verlieren das Spiel, weil Ingolstadt diese zwei Fehler eiskalt ausnutzt. Dennoch muss ich meine Mannschaft loben. Sie hat ein tolles Spiel gemacht, gekämpft ohne Ende und wirklich nur durch Pech verloren. Eine Sache muss ich aber noch sagen: Ich sage normalerweise nicht zu der Leistung der Schiedsrichter, aber heute muss es mir erlaubt sein. Normalerweise sollten die Schiedsrichter eine Linie fahren, aber an diesem Wochenende hatte ich den Eindruck, dass sie zwei Linien fahren. Eine für die Top-Mannschaft und eine für den Tabellenletzten. Es ist unglaublich, dass wir für eine Sache immer wieder Strafen bekommen, unsere Gegner genau für dieselbe Sache aber nichts.


Kassel Huskies - ERC Ingolstadt 2:3 n.V. (1:0/1:1/0:1/0:1)
1:0 (11:20) Soares (Leavitt, Klinge)
2:0 (22:02) Damon (Bisaillon, Soares - 4:4)
2:1 (27:59) Motzko (St. Jacques, Girard)
2:2 (51:45) Girard (4:5)
2:3 (60:12) Pat Kavanagh (Jakub Ficenec, Tyler Bouck)

Zuschauer: 2388

Schiedsrichter: Vogl