Fr. 04.04.2025 - 19:30 Uhr Kassel Huskies - Dresdner Eislöwen 1:2 n.V. (1:1/0:0/0:0/0:0/0:1)

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Statistik

Kassel Huskies vs. Dresdner Eislöwen 1:2 n.V. (1:1/0:0/0:0/0:0/0:1)
DEL2 · HF3. Spieltag · 04.04.25 · 19:30 Uhr Uhr · Nordhessen Arena
Tore 1. Drittel
1 : 0 02:42 Tor: Tim Bender Assist: Alec Ahlroth
Tor: Drew LeBlanc Assists: Tomas Andres / Simon Karlsson 05:34 (PP1) 1 : 1
Tore 2. Drittel
Keine Tore
Tore 3. Drittel
Keine Tore
Verlängerung/Penaltyschießen
Tor: Tomas Andres Assists: Tariq Hammond / Andrew Yogan 80:44 (GWS) 1 : 2
Spielzusammenfassung
Teams Kassel Huskies Dresdner Eislöwen
Strafminuten 12 12
Schüsse 48 37
Powerplay 0-5 1-5
Penalty Killing 80% 100%
Schiedsrichter Seedo Janssen, Christopher Schadewaldt
Assistenten Denis Menz , Dominik Pfeifer
Zuschauer 5700

Spielbericht

In der zweiten Verlängerung: Dresden gewinnt nächsten Krimi

Diese Playoff-Halbfinalserie zwischen den Kassel Huskies und den Dresdner Eislöwen ist und bleibt nichts für schwache Nerven. Wieder geht es in die Verlängerung. Sogar in die zweite. Da zieht Tomas Andres ab, der bis dahin so starke Christopher Gibson im Tor greift vorbei. Dresden gewinnt 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0).

Bevor es losgeht, wird Max Faber für sein 500. DEL2-Spiel geehrt. Von Feier-Stimmung ist dann aber nichts zu spüren. Es geht zur Sache. Alec Ahlroth fährt Dresdens Oliver Granz nach 30 Sekunden über den Haufen: Für den Ex-Husky ist die Partie schon beendet. Auf der anderen Seite taucht Dane Fox erstmals vor Gibson auf, der im Torhüter-Wechselspiel wieder für Philipp Maurer im Kasten steht.

Die Anfangsphase gehört aber den Huskies. Angepeitscht vom Publikum hat Dominic Turgeon die erste Chance, scheitert aber an Danny aus den Birken (2.). Gleiches gilt für Ryan Olsen, dessen Schuss noch durch den Torraum trudelt. Tore fallen aber auch. Und beide Trainer werden mit ihrer Abwehr in der Entstehung nicht zufrieden sein. In Führung gehen die Huskies: Nach Bully vor Gibson kontern sie, sind zwei Mann mehr. Tim Bender kurvt ins Drittel. Verzögert. Warum schenkt er den Überzahl-Vorteil bloß her? Weil er sich in beste Position bewegt, durch das Spielerknäuel schießt. Ahlroth fälscht ab – 1:0 (3.), das erste Huskies-Heimtor im Halbfinale!

Doch die Führung hält nicht lang. Olsen muss auf die Strafbank, die erste Chance vereitelt Gibson gegen Tomas Sykora. Die Huskies befreien sich, Jubel so laut wie beim Tor brandet auf. Doch Dresden greift wieder an: Andres spaziert ungestört von Yannic Seidenberg nach vorn, legt quer und Drew LeBlanc muss nur die Kelle hinhalten (6.). 1:1.

Das Spiel schwappt hin und her, mal hat Dresden Vorteile, mal Kassel. David Rundqvist scheitert nach Querpass an Gibson (8.), Ahlroth aus dem Slot an aus den Birken (13.). Als die Huskies nach einer Massenrauferei in Überzahl sind, hat wer die beste Chance? Dresdens Sykora. Der stibitzt Seidenberg den Puck, scheitert nach dem Alleingang aber am starken Gibson (16.). Den Huskies fällt im Powerplay zu wenig ein. Stockfehler. Abspielfehler.

Das Hin- und Herschwappen hat im zweiten Drittel ein Ende, die Flut bricht nun über dem Dresdner Gehäuse herein. Eine Chancen-Flut. Doch der Eislöwen-Damm namens aus den Birken hält. Gegen David Wolf, gegen Henri Kanninen (25.), gegen Andrew Bodnarchuks Handgelenk- und Schlagschuss (28./34.). Zweimal pfeifen die Schiedsrichter zudem zu früh ab – vielleicht aus Angst vor der nächsten Rudelbildung–, als der Goalie Faber-Schüsse fallen lässt.

Das Powerplay ist in der Serie noch kein Plus für die Huskies. Bei drei Möglichkeiten ist die Scheibe zu wenig in Bewegung. Gibson vereitelt gar einen erneuten Konter, indem er bis an die eigene Blaue Linie sprintet und als fliegender Finne vor LeBlanc klärt (32.).

Und Dresden? Bei den Sachsen sorgt in dieser Phase einzig Goldhelm Andrew Yogan für Gefahr. Einen Schuss wehrt Gibson gerade noch mit der Fanghand ab (35.), außerdem schießt Andres nach Yogan-Ablage vorbei (38.). Spannung. Kampf um jeden Zentimeter. Diese Serie kann einfach nicht anders. Zu Beginn des Schlussdrittels wieder Powerplay für die Huskies. Aber erneut fehlt da eine Idee. Bei Gleichzahl enteilt Sykora dann Seidenberg, versucht den Tunnel (47.). Aber Gibson ist unten.

Es wird wieder kribbelig. Gleichstand, Schlussphase. Louis Brune fängt einen Pass ab, marschiert los, wird gestört, schießt dennoch. Aus den Birken macht die Tür zu (51.).

Es sitzt niemand mehr. Außer Kanninen. Der muss auf die Strafbank. Gibson rettet da bärenstark gegen Rundqvist (51.), gegen Yogan (53.). Eine selbstverursachte Strafe bügelt der Goalie gegen Andres stark aus (57.).

Die Schlussminuten gehören den Huskies. Immer wieder ziehen sie Richtung Tor, wollen den Puck hineinarbeiten. Es brennt nochmal hüben wie drüben. Ein Treffer fällt nicht. Verlängerung – wieder.

Am Sonntag wurde Brune zum Huskies-Helden. Diesmal ist es erstmal Gibson. Ein Monstersave gegen Rundqvist, gegen Sykora (63.), gegen Johan Porsberger (69.). Auf der anderen Seite verzieht Turgeon frei vor aus den Birken, auch Kanninen (72.), Wolf (75.) und Darren Mieszkowski (76.).

Vorbei.

Nächste Verlängerung.

Und da passiert es. Gibson greift vorbei.

Quelle: HNA