Fr. 10.10.2025 - 19:30 Uhr Kassel Huskies - EHC Freiburg 5:4 (3:2/1:2/1:0)

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Statistik


Kassel Huskies
5:4
(3:2/1:2/1:0)

EHC Freiburg
DEL2 · 7. Spieltag · 10.10.25
19:30 Uhr · Probonio Arena
Tore 1. Drittel
1 : 0 06:04 Tor: Jake Weidner Assists: Tyler Benson / Hans Detsch
Tor: Nikolas Linsenmaier Assists: Eero Elo / Alexander De Los Rios 10:19 (PP1) 1 : 1
Tor: Petr Heider Assists: Matěj Pekař / Lukas Mühlbauer 13:47 2 : 2
3 : 2 15:11 Tor: Tristan Keck Assists: Darren Mieszkowski / Ben Stadler
Tore 2. Drittel
Tor: Eero Elo Assists: Nikolas Linsenmaier / Fabian Ilestedt 22:11 3 : 3
Tor: Christian Billich Assists: Sebastian Streu / Samuel Schindler 23:34 3 : 4
4 : 4 29:34 Tor: Hunter Garlent Assists: Tim Bender / Tristan Keck
Tore 3. Drittel
5 : 4 41:13 Tor: Markus Freis Assists: Tim Bender / Dominic Turgeon
Verlängerung/Penaltyschießen
Keine Tore
Spielzusammenfassung
Teams Kassel Huskies EHC Freiburg
Strafminuten 15 15
Schüsse 25 23
Powerplay 0-4 1-4
Penalty Killing 75% 100%
Schiedsrichter Seedo Janssen, Sebastian Lehmann
Assistenten Julian Rieneck, Claus Clemens Behrendt
Zuschauer 4128

Spielbericht

Kassel Huskies bezwingen EHC Freiburg im munteren Scheibenschießen

Im Heimspiel setzen sich die Huskies trotz effizienter Freiburger Angriffe durch und bleiben in der DEL2 zuhause ungeschlagen. Gegen den EHC Freiburg, der nahezu jede Torchance nutzt, gewinnt der Eishockey-Zweitligist 5:4 (3:2, 1:2, 1:0).

Nach dem ersten Drittel führen die Huskies 3:2. Nur. Denn sie sind überlegen, offensiv kreativ. Hinten aber lassen sie Lücken – und die nutzen die Wölfe aus. Alle fünf Treffer fallen dabei in neun Minuten, immer gehen die Gastgeber in Führung. Zunächst spielen die Huskies die Freiburger mit Pass um Pass schwindelig, letztendlich legt Tyler Benson vor dem Tor quer. Jake Weidner scheitert mit dem ersten Schuss noch an Fabian Hegmann, drückt den Puck dann aber in den Kasten (7.). Es gibt noch Videobeweis, weil das Tor im Moment des Treffers aus der Verankerung gerutscht ist – aber: zählt!

Die Führung ist hochverdient. Die Huskies überrennen Freiburg in der Anfangsphase. Darren Mieszkowski hat die erste Chance, hebt den Puck mit der Rückhand aber knapp vorbei (1.). Hunter Garlent verpasst vorm Tor einen Benson-Pass (2.), Hegmann reagiert zudem stark gegen Michael Bartuli und Mieszkowski (4.).

So kommt Freiburg etwas aus dem Nichts zum Ausgleich. Tim Bender muss auf die Strafbank, lang sieht das Powerplay der Gäste nicht allzu vielversprechend aus. Dann lassen sie die vier Huskies aber laufen, Eero Elo täuscht einen Schuss an und bedient Nikolas Linsenmaier. Der steht am Pfosten frei, stochert die Scheibe zum 1:1 über die Linie (11.).

Da laufen die wilden Minuten also. Bender scheitert an Hegmann (11.), Laurin Braun kann aus spitzem Winkel nicht ins leere Eck verwandeln (12.). Aber die Huskies treffen. Und zwar richtig sehenswert. Mitch Hoelscher legt auf Mieszkowski ab, der sieht Tristan Keck heraneilen, bedient den Torjäger mustergültig. Keck hält den Schläger hin – ein Treffer der Marke Tor der Woche (12.).

Es klingelt aber noch zweimal vor der Pause. Erst gleicht Petr Heider nach schnellem Angriff aus. Seinen Schlagschuss sieht Philipp Maurer nicht kommen (14.). Auch Hegmann dürfte Sicht-Probleme haben, als er Kecks Verlegenheitsschuss von der Blauen Linie durch die Beine rutschen lässt (16.). Das 3:2 – wer will nochmal, wer hat noch nicht?

Damit noch nicht genug in diesem Abschnitt: Es gibt Ärger. Matej Pekar legt sich den Puck zu weit vor, rauscht dann in Maurer hinein. Markus Freis drischt auf den Wolf ein (18.). Maurer beendet zwar das Drittel, nach der Pause steht aber Oleg Shilin im Tor.

Dass so eine Einwechslung für die Torhüter nicht alltäglich ist, sieht man zu Beginn des Mittelabschnitts. Denn Shilin bekommt drei Schüsse auf den Kasten, zwei sind drin. Vor allem beim 3:3 von Elo sieht der Torwart schlecht aus, er lässt den Schuss durch die Beine rutschen (23.). 80 Sekunden später ist das Spiel endgültig auf den Kopf gestellt, Chris Billich staubt aus der Drehung zum 4:3 für die Gäste ab (24.). Kalt wie eine Hundeschnauze. Die Wölfe, nicht die Huskies.

In wie vielen Toren soll dieser Abend münden, fragt man sich. Die Gäste nutzen beinahe jede Chance, während die Huskies um Kontrolle bemüht sind. Und um den Ausgleich. Keck (25.) und Simon Schütz (26.) scheitern an Hegmann, Dominic Turgeon (28.) und Yannik Valenti im Powerplay am Außennetz (29.). Die Strafe gegen Freiburgs Samuel Schindler ist gerade abgelaufen, da setzt Garlent zum Solo an und zaubert den Puck zum 4:4 in den Winkel (30.).

Das war es dann erstmal mit Toren, was ausnahmsweise eine gute Nachricht für die Huskies ist. Denn die Schlussminuten verbringen sie auf der Strafbank, Freiburg findet aber kein Vorbeikommen an Shilin.

Das muntere Scheibenschießen muss doch endlich ein Ende finden. Oder? ODER? Erstmal nicht! Denn kaum sind die Huskies zu Beginn des dritten Drittels komplett, schlenzt Freis den Puck zum 5:4 in den Winkel (42.). Aber, und das mag überraschend klingen, danach ist erstmal Ruhe, was die großen Chancen und Tore angeht. Glück haben die Huskies, als die Wölfe einen Drei-gegen-Eins-Konter unsauber ausspielen (46.).

Die Huskies lassen ihrerseits die Entscheidung liegen, als Laurin Braun sehenswert für Valenti ablegt, der aber an Hegmann scheitert (51.). In Unterzahl trifft Hoelscher dazu die Latte (52.). Freiburg gelingt es nur selten, nach vorn zu kommen. Sieben Sekunden vor Schluss hüpft der Puck aber plötzlich nochmal in den Kasseler Torraum, Shilin wischt vorbei, Elo bringt den Puck mit hohem Stock aber nicht im Kasten unter. Der Schlusspunkt in diesem munteren Scheibenschießen.

Quelle: HNA