Fr. 11.04.2025 - 19:30 Uhr Dresdner Eislöwen - Kassel Huskies 4:0 (1:0/0:0/3:0)
Statistik
| Dresdner Eislöwen vs. Kassel Huskies 4:3 (2:1/2:2/0:0) | ||
| DEL2 · HF6. Spieltag · 08.04.25 · 19:30 Uhr Uhr · JOYNEXT Arena | ||
| Tore 1. Drittel | ||
| 1 : 0 14:28 Tor: Sebastian Gorcik Assist: Tomas Andres | ||
| Tore 2. Drittel | ||
| Keine Tore | ||
| Tore 3. Drittel | ||
| 2 : 0 44:45 (SH1) Tor: Tariq Hammond Assist: Jacob Friend
3 : 0 44:49 (SH1) Tor: Dane Fox Assist: Travis Turnbull
| ||
| Verlängerung/Penaltyschießen | ||
| Keine Tore | ||
| Spielzusammenfassung | ||
| Teams | Dresdner Eislöwen | Kassel Huskies |
|---|---|---|
| Strafminuten | 8 | 16 |
| Schüsse | 42 | 17 |
| Powerplay | 1-8 | 0-4 |
| Penalty Killing | 100% | 88% |
| Schiedsrichter | Seedo Janssen, Achim Moosberger | |
| Assistenten | Marcus Höfer, David Tanko | |
| Zuschauer | 4811 | |
Spielbericht
Kassel Huskies: Das Aus in Spiel sechs 11.04.2025, 22:23 Uhr Von: Björn Friedrichs
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Konnte die Pleite nicht verhindern: Huskies-Torwart Christopher Gibson (links) war bei den Gegentreffern machtlos. Hier ist er gegen Dane Fox (daneben) zur Stelle. Konnte die Pleite nicht verhindern: Huskies-Torwart Christopher Gibson (links) war bei den Gegentreffern machtlos. Hier ist er gegen Dane Fox (daneben) zur Stelle. © Jan-Malte Diekmann Die Saison der Kassel Huskies ist vorbei. Nordhessens Eishockey-Zweitligist verliert das sechste Playoff-Halbfinalspiel bei den Dresdner Eislöwen viel zu harmlos 0:4 (0:1, 0:0, 0:3) und die Serie somit 2:4.
Die Hoffnungen auf Hunter Garlents Genesung erfüllt sich bei den Huskies vor dem Spiel nicht. Auch Henri Kanninen fehlt, Hans Detsch ebenso. Dafür rücken Darren Mieszkowski und Marc Duquette ins Aufgebot, Christopher Gibson steht im Kasten – und im ersten Drittel oft im Fokus.
Doch erstmal ist dieses sechste Halbfinale ein umkämpftes. Matthias Pischoff checkt Yannic Seidenberg gleich mal hart, aber fair um – der Ton ist gesetzt. Krachende Checks sind zu Beginn häufiger zu sehen als Chancen. Sebastian Gorcik gegen Duquette, David Wolf gegen Drew LeBlanc. Es scheppert gewaltig. Im Tor schlägt hingegen noch kein Puck ein. Yannik Valenti scheitert nach gutem Solo aus spitzem Winkel an Danny aus den Birken (2.), Simon Thiel und Louis Brune bekommen die Scheibe bei viel Gewühl nicht durch das Abwehrknäuel (7.).
Insgesamt ist Dresden aber gefährlicher im ersten Abschnitt. Verteidiger Simon Karlsson versucht es immer wieder mit verdeckten Schüssen von der Blauen Linie, Gibson kann die alle parieren (6./10.). Richtig kritisch wird es, als Tomas Sykora und LeBlanc urplötzlich allein auf Tim Bender zulaufen. Der Verteidiger kann den Querpass von Sykora abblocken, nach einem wilden Gestocher bleibt plötzlich Torwart Gibson liegen. Luft anhalten. Hat es den Finnen schlimmer erwischt? Nein, nach kurzer Behandlung und Durchschütteln geht es weiter.
Allerdings nicht gut für die Huskies. Denn es fällt das 0:1. Ryan Olsen verliert die Scheibe im eigenen Drittel, der erste Dresdner Abschluss hüpft noch abgefälscht über den Kasten. Die Eislöwen bleiben aber dran, Gorcik staubt seinen eigenen Abpraller ab (15.). Sekunden später verpasst Sykora auch noch einen LeBlanc-Querpass. Der Rückstand der Huskies zur Drittelpause ist nicht unverdient. Daran kann auch die Wolf-Chance nach schönem Pass von Brandon Cutler nichts ändern (18.).
Der zweite Abschnitt startet hoffnungsvoll aus Sicht der Huskies. Andrew Bodnarchuk wird noch geblockt (22.), Brune scheitert aus guter Position mit seinem Schuss aufs kurze Eck an aus den Birken (27.). Der Torwartroutinier rettet auch gegen Benders Direktschuss (28.). Im eigenen Powerplay schießt Cutler knapp vorbei, den auf der anderen Seite des Tores zurückprallenden Puck trifft Wolf nicht richtig.
Das sind die Kasseler Chancen. Es gibt aber auch reichlich für die Hausherren – vor allem in Überzahl. Gibson rettet noch stark bei Gleichzahl gegen den freien Ricardo Hendreschke (23.), in Unterzahl fischt er Andrew Yogans Schuss weg (26.), ist auch gegen Tariq Hammond (32.) auf dem Posten. Richtig eng wird es, als erst Max Faber, dann auch noch Simon Thiel wegen seines Befreiungsschlags direkt über die Bande auf die Strafbank muss. Doch die Huskies verteidigen mit Geschick, Glück und Gibson die Drei-gegen-Fünf-Situation, auch eine Strafe gegen Bodnarchuk zum Ende des zweiten Drittels bringt Dresden nicht das 2:0.
Klar ist: Den Huskies muss jetzt etwas einfallen. Auch ohne Garlent, Keck und Kanninen. Doch erstmal muss Duquette gleich wieder auf die Strafbank. Da verteidigen die Huskies gut. Sie kontern sogar. Dann zieht Thiel bei einem Konter die Strafe. Kommt jetzt die Wende? Nein! Es kommt das Aus! Bei Vier-gegen-Vier greift Valenti Hammond an der Blauen Linie nicht an, dessen laschen Schlenzer sieht Gibson nicht kommen. Das 0:2, eine Sekunde nach Ende der Duquette-Strafe. Und es wird noch schlimmer. Denn statt im Powerplay am Anschluss zu arbeiten, fällt sofort das 0:3. Dane Fox marschiert allein los, lässt Gibson eiskalt aussteigen.
Von diesem Nackenschlag – oder ist es mehr eine schallende Backpfeife?– erholen sich die Huskies nicht. Olsen versucht es zwar mit einer Einzelaktion, bleibt aber glücklos (46.). Die Zeit tickt runter, ein echtes Aufbäumen gibt es nicht. Weil Dresden auch einfach einen guten Tag erwischt hat, die Huskies ihrerseits zu selten ins Angriffsdrittel kommen. Acht Minuten vor Schluss sind die Huskies im Powerplay. Und kassieren dann direkt selbst eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Bezeichnend für diesen Abend. Als Bodnarchuk noch einmal in die Penaltybox muss, erhöht Travis Turnbull sogar noch auf 4:0 (56.). Das Ende.
Quelle: HNA