Fr. 20.12.2024 - 19:30 Uhr Kassel Huskies - EHC Freiburg 5:1 (3:0/2:1/0:0)

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Statistik

Kassel Huskies vs. EHC Freiburg 5:1 (3:0/2:1/0:0)
DEL2 · 28. Spieltag · 20.12.24 · 19:30 Uhr Uhr · Nordhessen Arena
Tore 1. Drittel
1 : 0 03:20 Tor: Yannik Valenti Assists: Henri Kanninen / Tim Bender
2 : 0 13:07 Tor: Hans Detsch Assist: Louis Brune
3 : 0 14:06 Tor: Jake Weidner Assists: Louis Brune / Hans Detsch
Tore 2. Drittel
4 : 0 25:53 Tor: Tristan Keck
Tor: Alexander De Los Rios Assist: Fabian Hegmann 32:39 4 : 1
5 : 1 37:19 Tor: Tim Bender Assist: Henri Kanninen / Louis Brune
Tore 3. Drittel
Keine Tore
Verlängerung/Penaltyschießen
Keine Tore
Spielzusammenfassung
Teams Kassel Huskies EHC Freiburg
Strafminuten 51 13
Schüsse 37 18
Powerplay 0-3 0-4
Penalty Killing 100% 100%
Schiedsrichter Bruce Becker, Bastian Steingroß
Assistenten Tobias Treitl, Kieran Schuster
Zuschauer 4513

Spielbericht

Huskies gegen Freiburg: Faustkämpfe und ein glatter Sieg

Im vorletzten Heimspiel des Jahres gibt es vor den Augen einer Eishockeylegende reichlich Aufregung.

Der Auftakt ist noch harmonisch. Sie kommen mit Sondertrikots auf das Eis. 30 Jahre Huskies. Passend dazu sind zwei Ex-Spieler da: Milan Mokros und Tino Boos schmeißen den ersten Puck auf das Eis. Dann geht es in das Spiel. Und wer etwas zu feiern hat, der möchte schnell in Partystimmung kommen. An diesem Abend gelingt das. Neben Jubiläum steht ja auch Weihnachten vor der Tür. Also sorgt Yannik Valenti dafür, dass es etwas zu feiern gibt. In der 5. Minute erzielt der Stürmer im Nachschuss das 1:0.

Auf der Tribüne freut sich einer mit, der weiß, wie Eishockey geht. Pierre Turgeon hat es in seiner großen Karriere auf über tausend Spiele in der NHL gebracht. Nun ist er in Kassel, um seinen Sohn Dominic im Huskies-Trikot spielen zu sehen. Turgeon wird einiges gefallen. Aber nicht alles. Dazu später mehr. Erst einmal sieht er drückend überlegene Gastgeber, die ihre Führung auch ausbauen. Verantwortlich dafür ist eine Reihe, die in kurzer Zeit zweimal zuschlägt. Das 2:0 erzielt Hans Detsch, dessen Schlagschuss leicht abgefälscht unter der Latte landet (14.). Lois Brune und Jake Weidner leisten die Vorarbeit. Und weil das so wunderbar funktionierte, legt das Trio gleich nach. 59 Sekunden später steht es 3:0. Diesmal trifft Weidner.

Es läuft also für die Gastgeber. Aber dann wird es turbulent. Und das Wort „zuschlagen“ ändert seine Bedeutung. Verantwortlich dafür sind Freiburgs Shawn O‘Donnell - und ja, Dominic Turgeon. Die beiden liefern sich einen heftigen Faustkampf, in dem Turgeon unter den Augen seines Vaters erst den Helm verliert und dann auch reichlich Blut. Der Kasseler muss mit einer Gesichtsverletzung in die Kabine und kehrt auch nicht zurück. Beide kassieren fünf Minuten.

Klar, das passt jetzt nicht so recht zu vorweihnachtlicher Stimmung. Es dauert einige Minuten, bis das Eis vom Blut gereinigt wird. Als es weitergeht, da sind es aber nur Sekunden bis zur nächsten Unterbrechung. Gästespieler Tomas Schwamberger geht zu Boden, Andrew Bodnarchuk stürzt sich auf ihn und schlägt zu. Ist das ein Signal, das gesetzt werden soll? Oder gab es da vorher etwas? In der Drittelpause werden die Huskies heftig einen Stockstich reklamieren. Die Strafe für Bodnarchuk aber hat es in sich. Zwei plus fünf Minuten. Und eine Spielerdauer obendrauf. Das hat es so nicht oft gegeben. Die Gastgeber sind also sieben Minuten in Unterzahl.

Als die abgelaufen ist, da läuft längst das Mitteldrittel. Und es steht immer noch 3:0. Weil Freiburg weiter harmlos ist. Weil die Huskies konsequent verteidigen. Und bei personellem Gleichstand, da machen die Gastgeber gleich klar, dass es am Ausgang dieses Duells keine Zweifel geben kann. Denn jetzt meldet sich der Topscorer zu Wort. Tristan Keck markiert in der 26. Minute das 4:0. Dass die Gäste dann doch mal ein Offensivsignal abgeben, durch das Kontertor von Alexander De Los Rios auf 4:1 verkürzen (33.), fällt nicht wirklich ins Gewicht. Die Huskies sind von ihrem Weg nicht mehr abzubringen. Und haben im Mitteldrittel noch ein besonderes Schmankerl. Tim Bender stürmt in der 38. Minuten von der Strafbank, bekommt die Scheibe von Henri Kanninen serviert und macht im zweiten Versuch das 5:1.

Das Schlussdrittel steht also nur noch unter dem Motto Schaulaufen. Hunter Garlent trifft krachend den Pfosten, Keck schießt knapp über das Tor. Der Schlusspunkt aber wird noch einmal mit Fäusten gesetzt. „Hooligan“ Hans Detsch macht gegen Dennis Miller klar: Die Szenen des ersten Drittels haben die Huskies nicht vergessen.

Quelle: HNA