So. 16.02.2025 - 17:00 Uhr ESV Kaufbeuren - Kassel Huskies 3:6 (1:2/1:1/1:3)

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Statistik

ESV Kaufbeuren vs. Kassel Huskies 3:6 (1:2/1:1/1:3)
DEL2 · 48. Spieltag · 16.02.25 · 17:00 Uhr Uhr · energie schwaben arena
Tore 1. Drittel
Tor: Hunter Garlent Assists: Joel Keussen / Tristan Keck 04:06 0 : 1
Tor: Alec Ahlroth Assists: Marco Müller / Simon Thiel 05:25 0 : 2
1 : 2 19:12 (PP1) Tor: Sami Blomqvist Assists: Nolan Yaremko / Alexander Thiel
Tore 2. Drittel
Tor: Hunter Garlent Assists: Joel Keussen / Darren Mieszkowski 29:08 1 : 3
2 : 3 37:31 Tor: Jere Laaksonen Assists: Sami Blomqvist / Simon Schütz
Tore 3. Drittel
Tor: Tristan Keck Assists: Hunter Garlent / Maximilian Faber 43:33 2 : 4
Tor: Tristan Keck Assists: Marc-Olivier Duquette / Hunter Garlent 54:10 2 : 6
3 : 6 57:32 Tor: Georg Thal
Verlängerung/Penaltyschießen
Keine Tore
Spielzusammenfassung
Teams ESV Kaufbeuren Kassel Huskies
Strafminuten 9 11
Schüsse 30 36
Powerplay 1-3 0-2
Penalty Killing 100% 66%
Schiedsrichter Benjamin Hoppe, Thorsten Lajoie
Assistenten Christoph Jürgens, Michael Hube
Zuschauer 2060

Spielbericht

Paradereihe überragt: Kassel Huskies gewinnen in Kaufbeuren 6:3

Souveräner Sieg mit ein paar Verschnaufpausen: Die Kassel Huskies gewinnen beim ESV Kaufbeuren 6:3 (2:1, 1:1, 3:1).

Und zugleich haben sie jetzt die Chance, sich mit einem Derbysieg am Dienstag gegen Bad Nauheim ein Duell um den ersten Platz mit Dresden am Freitag zu erarbeiten.

Merkt man dem Kader der Huskies das Fehlen einiger Stammspieler nicht an, ist das auf der anderen Seite anders. Kaufbeuren fehlen sieben Akteure, darunter auch Torwart Daniel Fießinger. So kommt der 19-jährige Michael Karg aus der U20 zu seinem ersten Profieinsatz.

Der hat es in sich. Nach zehn Sekunden versucht es Tristan Keck, nach 35 Sekunden Hunter Garlent. Da muss früh die Führung fallen. Der Center kurvt am liegenden Karg vorbei, trifft dann aber nur das Gestänge. Aber: Nicht viel später trifft er. Keck legt an die Blaue Linie ab, Joel Keussen nagelt den springenden Puck Richtung Tor. Dort ist Verkehr, Garlent ist es wohl, der die Scheibe noch abfälscht (5.). Das erste DEL2-Gegentor für Karg.

Das zweite folgt sogleich. Simon Thiel kurvt um den Kasten, da ist Karg noch zur Stelle. Dann wühlt, arbeitet, malocht Alec Ahlroth die Scheibe Zentimeter über die Linie – das 2:0, nur 81 Sekunden später.

Nun werden aber auch Kargs Vorderleute wach. Das hat erstmal keine Chancen, sondern ein wenig Eishockey-Langeweile zur Folge. Die Huskies verwalten, versuchen vielleicht auch zu sehr, für die Galerie zu spielen. Möglichkeiten gibt‘s trotzdem, vor allem für Andrew Bodnarchuk, der frei auf Karg zuläuft, aber den Moment des Schusses verpasst (16.).

Und das Heimteam? Kommt durch den 19-jährigen Georg Thal zu ersten Chancen. Eine stehende Scheibe jagt er drüber (8.), direkt vorm Tor scheitert er an Philipp Maurer (15.). Der ist dann aber geschlagen. Cutler fährt heftig in Karg hinein, muss dafür auf die Strafbank. Im Powerplay verzweifeln erst Joey Lewis (18.), dann Alexander Thiel und Nolan Yaremko (20.). Den zweiten Abstauber aber drückt Goldhelm Sami Blomqvist zum 1:2 über die Linie (20.).

Die Partie droht den Huskies etwas zu entgleiten. Maurer muss zu Beginn des Mitteldrittels gegen Nick Maul und Fabian Koziol (26.) spektakulär sein ganzes Können zeigen. Doch auch Kassel hat seine Chancen. Keck zum Beispiel. Er bleibt nach schönem Garlent-Pass an Karg hängen (27.). Besser klappt es in vertauschten Rollen. Wieder ist Keussen der Vorlagengeber, seinen Sahnepass jagt Garlent in den Winkel (30.). Keussen, Garlent – diese Kombination hatten wir doch schon.

Es ist aber auch festzuhalten: Die Huskies haben einen Gegner wieder mal eigentlich im Griff, wieder mal setzen sie sich aber A) nicht ab und lassen B) den Gegner durch unnötige Strafen Morgenluft wittern. Bei Vier-gegen-Vier wird Blomqvist nicht angegriffen, in dessen Schuss hält Jere Laaksonen im Vorbeilaufen den Schläger rein. So trudelt der Puck unter Maurer entlang ins Tor (38.). Das 100. Gegentor der Huskies, die nichtsdestotrotz die beste DEL2-Defensive stellen. Im folgenden Kurz-Powerplay verpassen es Cutler und Keussen, wieder den Zwei-Tore-Vorsprung herauszuschießen (39.).

Den gibt es dann zu Beginn des Schlussdrittels. Thiel lässt die erste Huskies-Chance aus (42.), dann trifft wieder die Paradereihe. Einen Kaufbeurer Fehler im Angriff nutzen sie im Konter gnadenlos aus, diesmal ist es wieder die übliche Verteilung: Garlent legt raus, Keck trifft eiskalt (44.). Das 4:2.

Ein erneutes Herankommen gibt es nicht. Yaremko und Bodnarchuk bekämpfen sich mit Fäusten. Maurer vereitelt ein, zwei kleine Chancen. Ansonsten ticken die Sekunden recht ereignislos herunter. Bis sechs Minuten vor Schluss. Da bedient Darren Mieszkowski den heraneilenden Marc Duquette, der Verteidiger verwandelt in Stürmermanier trocken ins lange Eck (54.). Und 40 Sekunden später bereitet der Kanadier dann sogar auch noch vor. Er sieht Keck freistehen, der lässt sich das 6:2 nicht nehmen. Thals 3:6 nach gütiger Mithilfe von Max Faber spielt keine Rolle mehr. Die Huskies feiern den vierten Sieg in Folge.

Quelle: HNA