Zum Inhalt springen

Roger Öhman

Aus HuskyWiki
(Weitergeleitet von Roger Öhmann)
Roger Öhman
Quelle: BodychECK
Geburtsdatum
05.06.1967
Geburtsort


Größe
191cm
Gewicht
98kg
Position
Nummer
#67
Schusshand
links
Letzter Verein


NHL-Karriere
Draft, 1985
2. Runde, 39. Position
Winnipeg Jets


NHL Vereine
-
NHL Spiele
-
NHL Punkte
-
Spielzeiten in Kassel
Saison
Sp. (T/A)
Str.
Liga
60 (23/39)
10
43 (4/17)
6







1996-1998
103 (27/56)
16



Jan "Roger" Öhman wurde am 05.06.67 in Malmö, Schweden geboren und spielte von 1996 bis 1998 im Team der Kassel Huskies.

Laufbahn als Spieler

Öhman begann seine Karriere 1984 bei Leksands IF in der schwedischen Elitserien. Vor Beginn der Saison 1985/86 nahmen ihn die Winnipeg Jets aus der National Hockey League unter Vertrag, die ihn im NHL Entry Draft 1985 in der zweiten Runde an 39. Position ausgewählt hatten. Allerdings bestritt er kein einziges Spiel für die Jets.

Zur Saison 1986/87 nahm er ein Vertragsangebot der Moncton Hawks aus der American Hockey League an, die er jedoch nach einer Saison verließ und in seiner Heimat beim AIK Solna einen vertrag unterschrieb. Öhman absolvierte dort zwei Spielzeiten, bevor er für sechs Spielzeiten bei Malmö IF agierte, mit denen er 1992 und 1994 schwedischer Meister wurde.

Kassel Huskies

Im Sommer 1996 wechselte Öhman nach Kassel zu den Huskies. An der Seite von Jouni Vento gehörte er in seiner Debüt-Saison zu den besten Verteidigern der DEL. 28 Tore für einen Verteidiger suchten ligaweit ihres gleichen. Auch in den Playoffs gehörte er mit 16 Punkten zu den besten Scorern, konnte den Huskies aber nicht zum Titelgewinn verhelfen. Im zweiten Jahr bei den Huskies konnte Öhman leider nicht an die gute Form der Vorsaison anknüpfen. Auch auf Grund einer langen Verletzung kam Öhman nur auf 3 Tore und konnte dem Huskies Spiel nicht die gewohnten Akzente verleihen. Nach der Saison verließ Öhman die Huskies und die DEL

Spielerportrait Jahrbuch 96/97

Als Roger Öhman im Sommer zur Besichtigung seiner Wohnung und zur Erledigung der Vertragsformalitäten nach Kassel kam, prophezeite Klaus Weber, Spielervermittler bei der renommierten Agentur "mu:w", dass Kassels Fans am neuen Verteidiger viel Freude haben würden. Er scheute den Vergleich mit Düsseldorfs Peter Andersson nicht und seine Einschätzung erstaunte, schließlich war Andersson in der Saison zuvor wohl der beste Verteidiger der Liga. "Ich glaube, Roger Öhman ist noch eine Spur besser. Er hat vor allem einen Mordschuss", so Weber.

Und er sollte Recht behalten. Vom ersten Spiel an begeisterte Roger Öhman die Fans. Sein gnadenlos harter Schuss, sein Stellungsspiel, sein Spielaufbau: "Er ist der beste Verteidiger, mit dem ich je zusammengespielt habe", sagte denn auch bald sein Partner Jouni Vento. Dabei ist besonders bemerkenswert, wie ruhig Roger seinen Job erledigt. Kaum Strafzeiten (nur 10 in der gesamten Saison!), keinerlei Aggressivität: Roger Öhman setzt seinen Körper so effektiv ein, dass die Gegner schon bald in Ehrfurcht erstarrten.

Roger (re.) und Pavel Cagas - Quelle: ECK Jahrbuch 96/97

"Spieler wie Roger Öhman oder Greg Johnston könnten wir noch sehr gut gebrauchen", gab Kölns Co-Trainer Bernd Haake schon bald zum Besten. Pech gehabt: Spieler wie diese beiden werden die Huskies nicht hergeben. Von null auf hundert hat sich der 29jährige in die Herzen von Eishockey-Deutschland gespielt. Nicht nur die Fans in Kassel verehren ihn längst, auch die Gegner und deren Fans zollen dem langen Respekt. DSF-Moderator Rick Amann zum Beispiel schwärmt von der Klasse des Schweden. Ebenso wie Hans Zach, der ihn in den Finals liebevoll "Mister Hundertprozent" nannte.

"He shoots, and scores"

Wenn man Roger Öhman so nach dem Spiel begegnet oder ihn privat trifft, da mag man gar nicht glauben, wie viel geballte Power er aufs Eis bringt. Hinter dem freundlichen Lächeln vermutet man eher einen Banker als einen hartgesottenen Eishockeyspieler. Doch auch das zeichnet ihn ganz besonders aus. Denn außerhalb des Eises ist Roger genau jener Typ, um den sich die Schwiegermütter reißen würden. Stets adrett gekleidet und wirklich immer nett. Das ist für ihn kein Job, das ist sein Naturell. Und das hat ihn bei den Fans und den Mitspielern gleichermaßen beliebt gemacht. Und Roger Öhman ist eine absolute Führungspersönlichkeit innerhalb der Mannschaft. Er motiviert ständig seine Mitspieler, die Torhüter bekommen fast bei jedem Wechsel einen Klaps auf die Schoner. Er führt seine Mitspieler. Jouni Vento hat an seiner Seite die besten Spiele im Kasseler Dress gemacht, Alex Wedl hat sich nach dem Reihen-Tausch kräftig gemausert.

Die Ausstrahlung, die von Roger ausgeht, überträgt er auch auf die Fans. Keiner freut sich so über seine Tore wie Roger, keiner bejubelt sie so. Und wenn er nach einem seiner zahlreichen Treffer seinen Veitstanz auf dem Eis aufführt, dann hüpft auch das Herz der Zuschauer vor Freude. Als besonderes Dankeschön gibt es aber auch Applaus für die Fans. Roger verabschiedet sich stets mit Beifall in Richtung Zuschauer und er hat die Rolle von Milan Mokros als "Heißmacher" übernommen. Er ist immer der Erste, der zur Ehrenrunde rauskommt. Kleine Rituale, große Wirkung.

Roger Öhman fühlt sich in Kassel mit Familie pudelwohl. Er wollte noch einmal neue Erfahrungen sammeln und schwärmt nun in höchsten Tönen von den Huskies "Hier ist alles absolut professionell."

Ebenso wie sein Namensvetter und Freund Roger Hansson ist der Mann aus Malmö ein familiengebundener Mensch. Ehefrau Jessica und Sohnemann Victor sind bei jedem Spiel dabei. Und wie der Papa im Team, ist auch der kleine Herr ein Großer: In der großen Schar der Kinder ist er schon fast ein echter "Leader" mit seinen vier lenzen. Und das Deutsch von Victor wird auch immer besser - genau wie vom Daddy, der zweimal in der Wochen zum Deutschkurs geht. Wohl auch, weil er die Sprache in seinem "Zweitjob" als Verkehrskaufmann gut nutzen kann. Bis zu seinem 15. Lebensjahr spielte Roger auch noch Fußball. Doch dann entschied er sich fürs Hockey. Und hat diesen Entschluss bis heute nicht bereut. Zum Nationalspieler hat es nicht gereicht ("Ich war immer ganz nah dran."), aber Schwedischer Meister und Europacupsieger (mit Roger Hansson, mit er schon in Schweden fünf Jahre zusammen spielte), das ist doch auch was. Und nun Erfolg mit den Huskies. Den größten persönlichen Triumph Roger Öhman neben dem tollen Vize-Meistertitel aber mit der Wahl zum "Spieler Jahres" mit überwältigender Mehrheit -! deutlich wie noch keiner vor ihm.

Quelle: ECK Jahrbuch 96/97

Trivia

  • DEL Spieler des Jahres 1997

Bekannte Mitspieler

Anmerkung: In der folgenden Tabelle sind einige bekannte Spieler aufgeführt, mit denen Roger Öhman bereits in Nordamerika und anderen europäischen Vereinen in einem Team zusammengespielt hatte. Die Spalte "Verein" bezieht sich dabei auf das gemeinsame Team in der jeweiligen Saison, während in der letzten Spalte aufgelistet wird, durch welchen Umstand oder welche Mannschaft der jeweilige Spieler in Deutschland bekannt wurde. Diese Tabelle kann natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben sondern soll nur ein kleiner Ausschnitt an interessanten Weggefährten sein.

Name Verein Saison bekannt durch
Örjan Lindmark Leksands IF 1984-1985 Kassel
Heinz Ehlers Leksands IF / AIK 1984-1985 Berlin Capitals, Augsburg
Patrik Carnbäck Västra Frölunda HC 1986-1987 Köln
Thomas Sjögren Västra Frölunda HC / MIF Redhawks 1986-1987 Berlin Capitals, Berlin
Alfie Turcotte Moncton Hawks 1987-1988 Schwenningen, Frankfurt
Guy Larose Moncton Hawks 1987-1988 Revier Löwen Oberhausen
Luciano Borsato Moncton Hawks 1987-1988 Köln, Nürnberg
Peter Douris Moncton Hawks 1987-1988 München Barons, Landshut
Pokey Reddick Moncton Hawks 1987-1988 Frankfurt
Peter Hammarström AIK 1988-1989 Berlin
Rikard Franzén AIK 1988-1989 Köln, Hannover Scorpions
Åke Lilljebjörn AIK 1988-1989 Düsseldorf
Petri Liimatainen AIK / Malmö IF / MIF Redhawks 1988-1989 Krefeld, Berlin Capitals, Köln, Duisburg
Robert Burakovsky AIK / Malmö IF / MIF Redhawks 1989-1990 Kassel, DEG Metro Stars
Bo Svanberg Malmö IF 1990-1991 Kassel
Håkan Åhlund Malmö IF 1990-1991 Augsburg, Revier Löwen Oberhausen
Johan Sälle Malmö IF 1990-1991 EC Ratingen
Roger Nordström Malmö IF 1990-1991 Krefeld
Johan Norgren Malmö IF / MIF Redhawks 1990-1991 Berlin Capitals
Peter Andersson Malmö IF / MIF Redhawks 1990-1991 Düsseldorf
Roger Hansson Malmö IF 1991-1992 Kassel
Peter Hasselblad Malmö IF / MIF Redhawks 1992-1993 Krefeld
Jesper Damgaard Malmö IF 1993-1994 Revier Löwen Oberhausen, Augsburg
Mikko Mäkelä Malmö IF 1993-1994 Düsseldorf
Ricard Persson Malmö IF 1993-1994 Berlin
Mikael Burakovsky Malmö IF 1994-1995 Krefeld
Tero Lehterä Malmö IF 1994-1995 Duisburg
Brian McReynolds Malmö IF 1995-1996 Köln, EC Ratingen, Star Bulls Rosenheim
Christoph Brandner EC-KAC 1998-1999 Krefeld, Hamburg
Dieter Kalt EC-KAC 1998-1999 Mannheim, Köln
Dmitri Kvartalnov EC-KAC 1998-1999 Mannheim
Gary Shuchuk EC-KAC 1998-1999 Krefeld, Düsseldorf
Petri Matikainen EC-KAC 1998-1999 Berlin Capitals
Shawn Anderson EC-KAC 1998-1999 Nürnberg, Augsburg, Iserlohn, Revier Löwen Oberhausen, Wedemark Scorpions
Darcy Martini EC-KAC 1999-2000 Hannover Scorpions
Mike DeAngelis HC La Chaux-de-Fonds 2000-2001 Mannheim, Augsburg
Christian Due-Boje MIF Redhawks 2000-2001 Star Bulls Rosenheim
Kim Staal MIF Redhawks 2000-2001 Rosenheim
Marcus Thuresson MIF Redhawks 2000-2001 DEG Metro Stars
Mika Hannula MIF Redhawks 2000-2001 Köln
Peter Jakobsson MIF Redhawks 2000-2001 Hannover Scorpions
Frans Nielsen MIF Redhawks 2001-2002 Berlin
Joakim Musakka MIF Redhawks 2001-2002 Revier Löwen Oberhausen
Xavier Majic MIF Redhawks 2001-2002 DEG Metro Stars
Peter Casparsson MIF Redhawks 2002-2003 Straubing

Statistik

Roger Öhman Profil bei eliteprospects.com