Marco Müller

Aus HuskyWiki
 Marco Müller   

Quelle: JMD

Geburtsdatum 22.11.1990
Geburtsort Heilbronn, Deutschland
Spitzname Mülli
Größe 180cm
Gewicht 89kg
Position Verteidiger
Nummer #22
Schusshand rechts
Letzter Verein Bietigheim Steelers  
Spielzeiten in Kassel
Jahrgang Sp. (T/A) Str. Liga
2014-2015 56 (2/14) 115
2015-2016 59 (5/11) 62
2016-2017 59 (2/8) 88
2017-2018 58 (3/12) 69
2018-2019 55 (0/8) 58
2019-2020 48 (1/5) 42
2020-2021 49 (3/10) 30
2021-2022 51 (2/8) 16
2022-2023 53 (1/6) 26
2023-2024 45 (0/5) 49
2024-2025 57 (0/6) 26
2025-2026 0 (0/0) 0
2014-2026 590 (19/93) 581

Marco Müller wurde am 22.11.1990 in Heilbronn, Deutschland geboren und spielt seit der Saison 2014/15 im Team der Kassel Huskies.

Laufbahn als Spieler

Marco Müller absolvierte in der Saison 2005/06 erste Einsätze für das Juniorenteam des SC Bietigheim-Bissingen in der Deutschen Nachwuchsliga, bis er 2007 innerhalb der Spielklasse zum Rekordmeister Jungadler Mannheim wechselte. Mit der Juniorenmannschaft des DEL-Clubs Adler Mannheim gewann der Rechtsschütze 2008 die Meisterschaft der DNL. Nach dem Erfolg wurde Müller in den Stammkader des Mannheimer Kooperationspartners Heilbronner Falken aufgenommen, für die er bis 2010 in der 2. Bundesliga spielte. Nach einer Spielzeit bei den Eispiraten Crimmitschau wechselte der Verteidiger zur Saison 2011/12 zu den Löwen Frankfurt. In der Saison 2013/14 stand Müller wieder bei seinem Heimatverein unter Vertrag.

Kassel Huskies

Zur Saison 2014/15 wechselte Marco Müller von den Bietigheim Steelers zu den Kassel Huskies und etablierte sich auf Anhieb als wichtiger Baustein in der Defensive der Schlittenhunde. In seiner Premierensaison kam er dabei hauptsächlich an der Seite von Alexander Heinrich zum Einsatz. In den folgenden Jahren entwickelte sich Müller mit seiner kompromisslosen, physisch starken Spielweise zu einem klassischen „Stay-at-home“-Defender, der vor allem in Unterzahl, in engen Spielphasen und gegen gegnerische Top-Reihen großes Vertrauen von seinen Trainern genoss.

Ein erster Höhepunkt im Huskies-Trikot war die DEL2-Meisterschaft 2016, die Müller gemeinsam mit späteren „Huskies-Wall-of-Fame“-Größen wie Manuel Klinge, Michi Christ und Sven Valenti gewann. In der Meistersaison 2015/16 stand er in 45 Hauptrundenpartien und 14 Playoff-Spielen auf dem Eis, erzielte insgesamt 15 Punkte und unterstrich mit seiner robusten Defensivarbeit seinen Wert für den Titelgewinn. In den darauffolgenden Jahren gehörte Müller konstant zu den meist eingesetzten Feldspielern der Blau-Weißen, blieb dabei offensiv eher zurückhaltend, war aber mit seiner geradlinigen, kompromisslosen Spielweise und zahlreichen geblockten Schüssen ein wichtiger Stabilitätsfaktor in der Kasseler Hintermannschaft.

Über die Spielzeiten hinweg wuchs Müller immer stärker in die Rolle eines Führungsspielers hinein. Spätestens ab Beginn der 2020er-Jahre galt er als einer der prägenden Charaktere in der Kasseler Kabine, der insbesondere für jüngere Verteidiger als Vorbild diente. Sportdirektor Daniel Kreutzer bezeichnete ihn im Zuge einer Vertragsverlängerung 2024 als „sehr erfahrenen und respektierten Spieler in der Liga“ und eine „tragende Säule“ der Mannschaft, der mit seiner selbstlosen, kämpferischen Art die Kasseler Eishockey-Tugenden verkörpert. Auf dem Eis zeigte sich dies in konstant hohen Eiszeiten in Unterzahl, verlässlicher Defensivarbeit und der Bereitschaft, in jeder Situation den einfachen, sicheren Weg zu wählen.

Statistisch arbeitete sich Müller in dieser Phase immer weiter in die Spitzenregionen der Kasseler Klubhistorie vor. Im Sommer 2024 stand er mit 603 DEL2-Partien (davon 533 für Kassel) bereits auf Rang fünf der ewigen Huskies-Einsatzliste hinter Klinge, Christ, Valenti und Heinrich. Insgesamt hatte der Defensivspezialist zu diesem Zeitpunkt bereits 884 Zweitligaspiele absolviert und ging 2025/26 in seine zwölfte Saison mit den Schlittenhunden.

Ein besonderes Kapitel schrieb Müller in der Saison 2025/26, als er für sein 623. Spiel im blau-weißen Trikot geehrt wurde. Rund um diese Partie in Crimmitschau wurde sein Status als Identifikationsfigur und Fanliebling noch einmal hervorgehoben: Als „unermüdlicher Arbeiter“ auf dem Eis, der dem Club über eine Dekade die Treue gehalten hat und als einer der wenigen Langzeitakteure im schnelllebigen Profigeschäft die Vereinsidentität maßgeblich mitprägt.

Damit steht Marco Müller sinnbildlich für eine ganze Huskies-Generation: kein spektakulärer Offensivverteidiger, sondern ein beständiger, verlässlicher Defensivanker, der durch Einsatz, Härte und Loyalität zu einer festen Größe in der Geschichte der Kassel Huskies geworden ist.

Trivia

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Berichte

Marco Müller – der Rekordspieler

Zugegeben, dieser Text beruht auf einem Zufall. Eigentlich ging es bei der Recherche um ein ganz anderes Thema rund um die Kassel Huskies. Schnell mal hier auf einer Homepage nachgeschaut, schnell mal dort etwas nachgelesen. Dann fiel der Blick auf die Eishockey-Statistikseite eliteprospects.com. Genauer gesagt: auf die Übersichtsseite zur DEL 2. Scrollt man dort nach unten, werden einem irgendwann die Spieler mit den meisten Einsätzen in der Liga angezeigt. Dort auf Platz eins: Huskies-Verteidiger Marco Müller. Still und heimlich hat sich der 31-Jährige auf die Spitzenposition geschoben.

505 Partien hat Müller inzwischen in der 2013 als Nachfolger der 2. Bundesliga neu eingeführten DEL 2 gemacht, drei mehr als die Bietigheimer Vereinslegende René Schoofs. Am 18. März war es soweit: Beim 6:3-Playoff-Sieg in Bad Nauheim stellte Müller Schoofs’ Rekord ein. „Es ist schön, solche Zahlen zu hören. Ich würde sie mir aber nicht einrahmen, so wichtig ist so ein Rekord dann doch nicht“, sagt Müller, als wir ihm von dem erreichten Bestwert erzählen. Aber er bestätigt auch: „Die Zahl ist eine Bestätigung, in meiner Karriere nicht viel falsch gemacht zu haben.“

Das Problem bei Eishockey-Statistiken ist, dass es im Vergleich zum Fußball nicht unendlich viele, akribisch geführte Seiten gibt. Vergleicht man die Anzahl der Spiele beispielsweise mit dem Wert, der auf der offiziellen DEL-2-Seite angegeben ist, fällt auf: Dort steht Müller erst bei 500 Einsätzen. Die fünf fehlenden Partien sind schnell gefunden. Laut Liga-Webseite hat Müller 2014 elf Playoff-Spiele für Bietigheim gemacht, laut Eliteprospects 16. Was stimmt denn nun?

„Ich war damals bei allen Spielen dabei“, erinnert sich Müller. Auch in den offiziellen Spielberichten von damals taucht er auf. Damit dürfte feststehen: Der Verteidiger ist tatsächlich seit März DEL-2-Rekordspieler. Die kommende Saison wäre seine zehnte in der Liga, er war von Beginn an dabei. „Die DEL 2 ist eine gute Liga. Die Qualität wird von Jahr zu Jahr besser, auch was Tempo und Athletik angeht. Es gab nach dem Meistertitel mit den Huskies 2016 auch mal DEL-Anfragen, ich wollte aber nicht um jeden Preis nach oben“, blickt Müller zurück. Weit entfernt sind für den 31-Jährigen Top-Werte wie Tore oder Vorlagen. 18 Treffer hat er bislang in der DEL 2 erzielt – greift er die 20 noch an? „Punkte sind für mich zweitrangig. Ich will meine Leistung bringen, meine Rolle ausfüllen“, so Müller. Zu dieser Rolle gehöre der Zusammenhalt in der Kabine, auf dem Feld Schüsse blocken, Checks fahren. Ein typischer Stay-at-home-Verteidiger, wie ihn jedes Team braucht. Der Spitzenwert, dem er am nächsten kommt, ist der der Strafminuten. Mit 553 steht er auf Rang sechs der DEL-2-Historie, Erster ist Ex-Husky Carter Proft (686). „Ich gönn’ dem Carter diesen Titel, den brauche ich nicht zwingend“, sagt Müller lachend.

Die Sommerpause verbringt der Rekordspieler aktuell in der Heimat Heilbronn. Cousin Corey Mapes von den Heilbronner Falken wohnt nebenan, mit einer kleinen Trainingsgruppe hält und macht sich Müller fit für die neue Spielzeit. Urlaub auf den Kanaren ist noch geplant, auch die eine oder andere Radtour.

Gut möglich, dass er ab Herbst weiter für die Huskies aufs Eis geht. Schließlich hat er in Nordhessen die schönste Zeit seiner bisherigen Karriere erlebt. „Im Meister- und Vizemeisterjahr hatten wir richtig gute Teams. Das erste DEL-2-Jahr mit Bietigheim war ebenfalls super, das war ein eingeschworener Haufen. Ein Höhepunkt war aber sicher auch der Playoff-Sweep 2016 gegen Frankfurt.“ Die nächste besondere Zahl ist für Müller übrigens schon in greifbarer Nähe. Er steht bei insgesamt 694 Zweitligaspielen. Die 700 winkt.

Quelle: HNA

Marco Müller nach Rekordspieler-Ehrung und Sieg gegen DEG: „Das war sehr emotional“

​Sobald Marco Müller in seine Schlittschuhe und das blau-weiße Trikot schlüpft, ist er normalerweise ein harter Typ. Er ist schließlich Eishockeyprofi, seit mittlerweile mehr als elf Jahren im selben Klub, mit mittlerweile 626 absolvierten Partien für die Kassel Huskies, wird „Eisenmülli“ genannt. Doch am Sonntagnachmittag zeigte der 35-Jährige auch mal eine ganz weiche Seite.

Vor dem 4:3-Erfolg nach Verlängerung gegen die Düsseldorfer EG wurde Müller als Huskies-Rekordspieler geehrt. Kassels Eishockeyikonen waren da, seine Familie auch. Von den Fans gab es Plakate und Sprechchöre. Müller-Fahnen wehten durch die Probonio-Arena. Auf dem Videowürfel wurden Grußbotschaften eingeblendet.

„Das war schon sehr emotional. Ich hatte auch etwas Pipi in den Augen“, gesteht der Mann, der sonst gar nicht so gern im Rampenlicht steht. Trotz seiner individuellen Bestmarke: Das Wichtigste ist für ihn der Erfolg der Mannschaft. „Durch den Sieg war der Tag dann rundum gelungen“, sagt Müller.

Dabei erlebten 5117 Zuschauer nach der Ehrung ihres Rekordspielers eine intensive wie spannende Partie, die durch einen Kracher von Yannik Valenti erst in der Verlängerung zugunsten der Huskies entschieden wurde. „Das war ein absolutes Topspiel von zwei super Mannschaften“, analysierte Valenti nach der Begegnung. „Dieses Spiel hatte Playoff-Charakter. Es ging ständig hoch und runter.“ Kevin Orendorz hatte Düsseldorf im ersten Drittel in Führung gebracht (17.), legte im zweiten Abschnitt nach (22.), ehe die Huskies die Partie durch Treffer des sehr auffälligen Ex-Düsseldorfers Laurin Braun (26.), Valenti (29.) und Tyler Benson (30.) drehten. Ordendorz sicherte der DEG mit seinem dritten Treffer im Schlussabschnitt die Verlängerung (47.), dann schlug erneut Valenti zu (62.). „Wir könnten womöglich im Playoff-Halbfinale erneut aufeinandertreffen, das wird dann sehr schwierig. Düsseldorf ist seit dem Trainerwechsel nochmal stärker geworden, hat vor allem eine brutale Offensivkraft“, so der Siegtorschütze.

Düsseldorfs Trainer Harry Lange konnte seiner Mannschaft kaum etwas vorwerfen. Seit Beginn seines DEG-Engagements im Dezember sei es „das beste Ligaspiel“ gewesen. Huskies-Trainer Petteri Väkiparta, der Todd Woodcroft aufgrund seiner Teilnahme bei den Olympischen-Spielen mit der slowakischen Nationalmannschaft aktuell als Cheftrainer vertritt, verwies vor allem auf das starke Powerplay. Zwei Treffer, darunter das Siegtor, hatten die Huskies in Überzahl erzielt. „Ich bin sehr glücklich über diese zwei Punkte“, sagte Väkiparta.

Und wie war es für die Mannschaft mit ihrem Aushilfs-Cheftrainer? „Nicht wirklich anders als mit Todd“, stellte Valenti nach der Partie klar. Inhaltlich seien beide ohnehin abgestimmt, in den Drittelpausen habe Väkiparta Kleinigkeiten angepasst. Dass Woodcroft aktuell in Italien weilt, ist für den Angreifer kein Problem – im Gegenteil. „Ich glaube, bei den Olympischen Spielen wäre jeder gern dabei“. Schmunzelnd ergänzte er: „Ich bin schon ein bisschen neidisch. Wir wünschen ihm alle nur das Beste, außer es geht gegen die Deutschen.“

Nur das Beste wünscht Valenti auch Rekordspieler Müller: „Ich kenne Mülli schon sehr lang, mein Vater hat ja noch mit ihm zusammengespielt. Dass jemand über Jahre bei einem Verein so konstant seine Leistung abruft, gibt es nicht sehr oft. Es freut mich sehr für ihn, er hat sich diesen Rekord absolut verdient.“

Quelle: HNA

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